Pressezitat: Deutsche Umwelthilfe zu weiterem LNG-Terminal in Stade:\“Energiepolitisch das Letzte, was Deutschland braucht\“

Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
\“Ein weiteres LNG-Terminal ist energiepolitisch das Letzte, was Deutschland braucht. Die Strategie der Bundesregierung,über LNG-Lieferungen die Versorgung krisensicher zu machen, ist längst gescheitert. Stattdessen sind neue einseitige Lieferbeziehungen entstanden: Mehr als 90 Prozent der Importe kamen im vergangenen Jahr aus den USA, deutsche Unternehmen haben zahlreiche langfristige Lieferverträge mit US-Unternehmen unterzeichnet. Deutschland setzt sich der Doktrin der Energiedominanz von US-Präsident Donald Trump aus und macht sich erpressbar. Hinzu kommt der Krieg im Mittleren Osten und die Sperrung der Straße von Hormus, die die Versorgungsrisiken und Kosten weiter in die Höhe treiben.Ein zusätzliches LNG-Terminal weist energiepolitisch in die völlig falsche Richtung – zumal die bereits bestehenden Terminals nur mittelmäßig ausgelastet sind. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich von diesen kostentreibenden und risikoreichen Plänen zu verabschieden und das schwimmende Terminal in Stade abzusagen.\“
Ursprünglich war die Inbetriebnahme eines schwimmenden Terminals in Stade bereits 2023 geplant. Diese verzögerte sich mehrmals, bis das Terminal ganz vom Standort abgezogen wurde. Nun soll das Schiff\“Energos Force\“mit einer dreijährigen Verspätung im Herbst doch seinen Betrieb aufnehmen.
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