GEW-Landeschef Stefan Störmer weist Vorwurf der Herabwürdigung zurück / Niedersachsens Gewerkschaftsvorsitzender sieht Grund für interne Kritik in der Aufarbeitung von Finanzvorgängen

Hintergrund seien Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Finanzbereich gewesen, denen man habe nachgehen müssen.\“Wenn es Anhaltspunkte für Fehler gibt, müssen wir handeln\“, so der GEW-Landeschef. Er betonte, dass entsprechende Schritte durch Vorstandsbeschlüsse gedeckt seien.
Berichte, wonach der Landesverband kurz vor der Pleite stehe, wies Störmer allerdings zurück.\“Der Landesverband umfasst vier große, starke Bezirksverbände. Diese sind finanziell gut aufgestellt\“, stellte er klar. Es gehe vielmehr um Fragen der Finanzverteilung und die Prüfung von Abläufen in den vergangenen Jahren.
Zusätzliche Belastungen für die Führungsebene ergaben sich laut Störmer durch eine über einjährige Vakanz in der Geschäftsführung. Er räumte ein, dass die Übernahme dieser Aufgaben durch den Vorstand ein Lernprozess gewesen sei:\“Wenn Sie mich heute fragen, ob ich Dinge anders machen würde: Ja, definitiv.\“
Ende September hatten Mitarbeiter der Hannoveraner GEW-Geschäftsstelle in einem anonymen Brief öffentlich kritisiert, Störmer\“zerstöre\“das betriebliche Klima mit einer\“herabwürdigenden, arroganten und selbstherrlichen Kommunikation\“. Anfang Oktober 2025 wurde Störmer auf der Landesdelegiertenkonferenz im Amt des GEW-Landesvorsitzenden bestätigt. Er habe den Eindruck, dass die Prozesse\“nun deutlich klarer und ruhiger geworden sind\“, sagte Störmer der\“NOZ\“.
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