Wegen Hitze und Dürre: Verband Kommunaler Unternehmen fordert Genehmigungspflicht für private Wasserentnahme / Umfrage: Ein Drittel der Bürger würde behördliche Wasserspar-Aufrufe wohl nicht befolgen

\“Der Druck auf die Grundwasserressourcen wächst mit dem Klimawandel\“, begründete der Verband seine Forderung. Aus Sicht des VKU braucht es bei allen Entnahmemengen die gleiche Transparenz wie bei den kommunalen Wasserversorgern.\“Dazu sollte endlich das digitale Wasserbuch in allen Bundesländern konsequent umgesetzt werden\“, so ein Sprecher zu noz. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Register, in dem wasserrechtliche Genehmigungen, Wasserentnahmen, Einleitungen und Schutzgebiete zentral dokumentiert und verwaltet werden.
Bisher müssen lediglich kommunale Wasserversorger und wirtschaftliche Unternehmen Wasserentnahmen genehmigen lassen. Zu den genehmigungsfreien Nutzungen gehören derzeit unter anderem die Entnahme von Grundwasser für die Bewässerung des Gartens oder für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, einschließlich Tränken von Vieh außerhalb des Hofes. Im Fall von Nutzungskonkurrenzen fordert der VKU zudem eine Priorisierung:\“Dieöffentliche Wasserversorgung muss an erster Stelle stehen\“, so Specht zu noz.
Der Verband hat auch eine repräsentative Civey-Umfrage unter 5000 Bürgern in Auftrag gegeben, deren Ergebnis noz exklusiv vorliegt. 64 Prozent der Befragten gaben an, im Alltag häufig bewusst mit Wasser umzugehen, sei es beim Duschen oder Zähneputzen, im Haushalt oder Garten. Nur 17 Prozent tun dies selten oder nie.
Auf die Frage, ob man selbst Empfehlungen zum Wassersparen von Behörden befolgen würde, antworteten 35 Prozent, dies\“sehr wahrscheinlich\“zu tun, 29 Prozent würden das\“eher wahrscheinlich\“tun. Rund ein Drittel aber nicht: 16 Prozent der Befragten geben derweil an, sich nicht sicher zu sein, während es bei 8 Prozent\“eher unwahrscheinlich\“und bei 11 Prozent\“sehr unwahrscheinlich\“wäre.
Bei der Frage, wer im Falle einer Wasserknappheit zuerst den Verbrauch einschränken sollte, plädieren 60 Prozent für eine gleichmäßige Verantwortung aller Sektoren. 16 Prozent der Befragten sehen jeweils die Haushalte oder die Industrie in der alleinigen Verantwortung, bei der Landwirtschaft sind es drei Prozent.
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