IINews



« | »

Vor der Landtagswahl: Wie blicken die Rheinland-Pfälzer auf ihre Gesundheitsversorgung?

 

Umfrage zeigt: Impfbereitschaft und Vertrauen in Versorgungssicherheit unter Bundesdurchschnitt

In Rheinland-Pfalz zeigt sich in zentralen Bereichen der Gesundheitsversorgung ein deutlicher Abstand zum Bundesdurchschnitt. Eine aktuelle Civey-Umfrage von Pharma Deutschland zeigt: in mehreren Bereichen der Gesundheitsvorsorge liegt das Bundesland unter dem Bundesdurchschnitt.

Niedriges Vertrauen in die Politik bezüglich Versorgungssicherheit mit Medikamenten

70,6 Prozent der Befragten in Rheinland-Pfalz haben wenig Vertrauen in politische Maßnahmen zur Sicherstellung der Medikamentenversorgung – damit gehört das Bundesland im Vergleich zu den Schlusslichtern.

Weniger Impfbereitschaft als in anderen Bundesländern

Auch bei der Impfbereitschaft zeigt sich ein Abstand zum Bundesdurchschnitt. Während bundesweit 61,0 Prozent der Menschen angeben, sich impfen lassen zu wollen oder Impfungen grundsätzlich positiv gegenüberzustehen, liegt der Wert in Rheinland-Pfalz bei 55,3 Prozent.

Zurückhaltende Inanspruchnahme der Vorsorgeangebote

Bei klassischen Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge – etwa Check-ups oder Krebsfrüherkennungsuntersuchungen – liegt Rheinland-Pfalz immerhin an sechster Stelle, So gaben 55,0 Prozent der Befragten an, entsprechende Vorsorgeangebote in den letzten 2 Jahren wahrgenommen zu haben. Jedoch liegt auch dieser Wert nochunter dem bundesweiten Durchschnitt von 58,5 Prozent.

Interesse an Präventionsangeboten im Vergleich niedrig

Unterschiede zeigen sich bei der Teilnahme an Präventionsangeboten in Apotheken (beispielsweise Blutdruckmessung). Mit nur 2,1 Prozent belegen die Rheinländer den vorletzten Platz. Bundesweit liegt dieser Anteil mit durchschnittlich 3,3 Prozent etwas höher.

Verhaltene Nutzung Digitaler Angebote

Auch bei digitalen Gesundheitsangeboten zeigt sich ein leichter Rückstand. Bundesweit nutzen 59,5 Prozent der Befragten das E-Rezept, in Rheinland-Pfalz sind es 57,9 Prozent. Die elektronische Patientenakte (ePA) wird bundesweit von 21,1 Prozent genutzt, in Rheinland-Pfalz von 19,8 Prozent.

Hausärztliche Versorgung größte Herausforderung

Als größte Herausforderung für die medizinische Versorgung nennen die Befragten in Rheinland-Pfalz die hausärztliche Versorgung. Mehr als die Hälfte (51,3 Prozent) sieht hier den größten Handlungsbedarf. Darüber hinaus werden auch die Krankenhausversorgung (40,1 Prozent), die fachärztliche Versorgung (36,5 Prozent) sowie die psychische Gesundheitsversorgung (37,2 Prozent) häufig als zentrale Herausforderungen genannt. Auffällig ist auch die Unzufriedenheit mit Kinder- und Jugendmedizin. Hier weist Rheinland-Pfalz den zweit höchsten Wert bundesweit auf: 22,7 Prozentsehen in diesem Bereich Schwierigkeiten. Bundesweit sind es 16,6 Prozent.

Dr. Gabriela Soskuty, Vorsitzende Landesverband Mitte erklärt dazu:\“Niedrige Impfbereitschaft, schwache Vorsorgewerte und wachsende Sorgen um Hausarztpraxen: Die größten Baustellen im Gesundheitssystem in Rheinland-Pfalz sind klar benannt – für die kommende Landesregierung ergeben sich daraus wichtige Handlungsfelder.\“

Die Grafiken finden Sie im Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor (https://www.pharmadeutschland.de/themen/gesundheitsmonitor/gesundheitsversorgung/).

_______________

Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume erhoben. Weitere Informationen undErgebnisse finden Sie auf unserer Webseite (https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/).

Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

Pressekontakt:

Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:

Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
hoenemann@pharmadeutschland.de

Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
gutzeit@pharmadeutschland.de

Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin

Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn

Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel

www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/

Original-Content von: Pharma Deutschland e.V.,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 18. März 2026.

Tags: , , , , , ,

Categories: Allgemein

No Responses Yet

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neueste Beiträge


Seiten



fabino - News von Erzeugern und Herstellern von Lebensmitteln, Getränken und Zutaten