Thüringenweit einmalig: Neuartige Stentprothese für den Aortenbogen implantiert

\“Wir sind sehr stolz, mit diesem Eingriff unseren Patienten einen kurzen minimal-invasiven Eingriff ermöglicht zu haben. Die neue Stentprothese bietet in bestimmten Bereichen eine besondere Gewebetextur – TIANYI – die den Anschluss von Gefäßen, die im Aortenbogen entspringen, erheblich erleichtert. Das bedeutet, der Operateur braucht dazu im Prinzip nur einen Draht und einen Führungskatheter ohne komplex zu handhabendes und ggf. störanfälliges Instrumentarium\“, erklärt Departmentleiter Dr. Thomas Knöfel.
Aortendissektionen (Einrisse) sind lebensbedrohliche Erkrankungen. Mit der neuen Möglichkeit können Patienten mit hohem Operationsrisiko und in Notfallsituationen gut versorgt werden. Bei den Einrissen der Aorta stellt sich insbesondere die medizinische Klassifikation als ein Problem dar.\“Die Typ A Dissektion ist nur in Herzzentren zu therapieren, weil es die Möglichkeit der Herzchirurgie gibt. Die Typ B Dissektionen werden heute in einigen Gefäßzentren behandelt. Doch es ist oft schwierig, beide Typen auseinander halten zu können. Wenn die Dissektion in keine der beiden Kategorien zu fallen scheint, wird es noch schwieriger, einen Patienten schnellst möglich an das richtige Zentrum verlegen zu können. Aber bei solchen Erkrankungen ist schnelles Handeln überlebenswichtig\“, so Dr. Knöfel.
\“Wenn sich diese Aortenprothese in der Notfallversorgung insbesondere der Aortendissektion einführen lässt, könnten für eine ganze Reihe von Patientinnen und Patienten die Risiken minimiert und der Krankenhausaufenthalt bzw. die Genesung verkürzt werden\“, erklärt Oberarzt Anwar Ghazal.
Der erste Patient, der an der Zentralklinik die neuartige Prothese erhalten hat, ist ein 62Jähriger Thüringer, der bereits nach fünf Tagen die Klinik wieder verlassen konnte.
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka zählt mit ihren 21 Fachkliniken und Fachabteilungen sowie ihrer über 120-jährigen Geschichte zu den großen Thüringer Kliniken. Jährlich werden hier rund 40.000 Patienten behandelt, 1.800 Mitarbeitende sind an der Klinik beschäftigt. www.zentralklinik.de
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