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„Eine völlig neue Eskalationsstufe“

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, Elke Döring, sieht in der aktuellen Zoll-Ankündigung von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit den Grönland-Ambitionen eine neue Qualität im Handelskonflikt mit den USA: „Bisher beschränkte sich die Zollpolitik der USA darauf, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Nun geht es erstmals um politische Ziele. Der US-Präsident versucht Europa zu spalten, indem er lediglich jenen Ländern Zölle bis zu 100 Prozent androht, die nicht auf seiner Linie sind. Das ist eine völlig neue Eskalationsstufe, die nicht folgenlos bleiben darf. Europa muss jetzt Geschlossenheit zeigen und entschlossen handeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Europäische Parlament noch einer Absenkung der EU-Zölle für amerikanische Güter auf Null zustimmen wird. Im Gegenteil muss Brüssel nun alle Instrumente desEU-Handelsschutzes prüfen und gegebenenfalls eigene Zwangsmaßnahmen ergreifen. Besser wäre es allerdings, wenn es der EU gelingen würde, zu deeskalieren. Angesichts der  absoluten Unberechenbarkeit des US-Präsidenten habe ich aber wenig Hoffnung, dass eine belastbare Einigung gefunden wird.“

Zu den Auswirkungen der Zollandrohungen auf die exportorientierten Unternehmen in der Region sagt Elke Döring: „Für unsere ohnehin stark belasteten Unternehmen ist die Aussicht auf weitere Zölle natürlich ein weiterer Tiefschlag. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig und richtig es ist, dass unsere Exportunternehmen neue, verlässliche Märkte erschließen. Gut, dass das Mercosur-Abkommen endlich unterzeichnet wurde.“

Posted by on 19. Januar 2026.

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Categories: Allgemein

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