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Sparen wird am Ende sehr teuer / Pharma Deutschland Stellungnahme zum GKV-Spargesetz

 

Pharma Deutschland hat heute fristgerecht seine Stellungnahme zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgelegt und kritisiert erneut insbesondere die fehlenden strukturellen Reformen und ausschließliche Fokussierung auf die Ausgabenseite, ohne die Konsequenzen dieser Maßnahmen auf die Einnahmenseite und wirtschaftliche Lage des Landes im Auge zu behalten.

Wer medizinische Versorgung mit Arzneimitteln wie einen Rechenfehler behandelt, derüber pauschale Abschläge korrigiert werden muss, untergrabe die Versorgungsbasis zulasten von Patientinnen und Patienten. Der Vorschlag treffe zudem mit voller Härte die Zukunftsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland. Wenn die Beiträge für Versicherte langfristig stabil bleibensollen, müssen versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln finanziert werden. So entsteht Spielraum, um eine hochwertige Versorgung zu sichern, anstatt drastische Kürzungen vorzunehmen. Die schwarz-rote Koalition kann weiterhin dafür sorgen, Deutschland als attraktiven Investitionsstandort zu stärken und zugleich die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu gewährleisten.

Dazu die Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann:\“Der politische Applaus der Krankenkassen für die Eingriffe in die Arzneimittelversorgung ist volkswirtschaftlich schädlich.\“Denn die Vorstellung, es handele sich beispielsweise beim dynamisierten Herstellerabschlag um so etwas wie eine unbegrenzteÜbergewinnsteuer, ist falsch. Mit dem dynamisierten Herstellerabschlag entsteht ein unkalkulierbares Risiko, dass zum Verlust von dringend notwendigen Investitionen und Arzneimitteln, für die es keine Alternativen gibt, führt. Natürlich muss auch die Pharmabranche zur Lösung des Problems beitragen, dafür liefert Pharma Deutschland auch Vorschläge. Die weitere Kritik am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz aus der Stellungnahme richtet sich gegen eine Vielzahl von neuen Regelungen: insbesondere Selektivverträge für patentgeschützte Arzneimittel, verschärfte Preis-Mengen-Regelungen, verlängertes und ausgeweitetes Preismoratorium sowie zusätzliche Belastungen bei Impfstoffen und komplette Leistungsausschlüsse. All das führt zu einer kumulierten Regulierung, die Markteinführungen neuer Therapien erschwert, den Verbleib bewährter Altoriginale und Nischenpräparate gefährdet, versorgungskritische und kinderrelevante Arzneimittel zusätzlich unter Druck setzt und die Impfprävention schwächt, sowie insgesamt im Widerspruch zu den erklärten Zielen steht, den Pharmastandort, die Resilienz der Lieferketten und die Versorgungssicherheit in Deutschland zu stärken.

Als Verbesserungsansätze werden in der Stellungnahme Instrumente vorgeschlagen, die Beitragssatzstabilität mit Versorgungssicherheit und Innovationsfähigkeit verbinden. Die nutzenbasierte, verlässliche Preisfindung im Rahmen des AMNOG soll gestärkt und nicht durch zusätzliche, sich überlagernde Sparmechanismen geschwächt werden; bei Impfstoffen wird statt weiterer Abschläge eine Abbildung der Impfaufwendungen im Risikostrukturausgleich sowie eine gezielte Stärkung der Impfprävention angeregt; strukturelle Entlastungspotenziale werden in einer Reform des OTC-Switch-Verfahrens mit produktbezogenen, beschleunigten und rechtsmittelfähigen Entscheidungen einschließlich zeitlich befristeter Marktexklusivität gesehen; zudem sollen Pay-for-Performance-Modelle als nutzenorientierte Risikopartnerschaften zwischen pharmazeutischen Unternehmen und Krankenkassen ausgebaut, die Kassenautonomie und der Versorgungspluralismus – insbesondere bei Satzungsleistungen – gewahrt werden.

Anhang: Pharma Deutschland Stellungnahme zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:

Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
hoenemann@pharmadeutschland.de

Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
gutzeit@pharmadeutschland.de

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Original-Contentvon: Pharma Deutschland e.V.,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 20. April 2026.

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