Rückenwind für die Gemeinschaft: Gartenbau-Versicherung blickt auf ruhiges Schadenjahr 2025 zurück

Sehr gutes Schadenjahr für den europäischen Gartenbau
Das Geschäftsjahr 2025 war für die Gartenbau-Versicherung ein statistisches Unterschadenjahr. Die Bruttoschadenquote lag mit 29,1 % auf dem niedrigsten Wert im 10-Jahres-Vergleich. Dennoch erlebten einzelne Betriebe das Jahr anders: Ende Mai traf ein heftiges Unwetter mit Hagel rund 100 Betriebe am Niederrhein. Einige Brandereignisse, darunter ein großes Gartencenter in Berlin, hinterließen ebenfalls Spuren.
Den positiven Schadenverlauf nutzte die Gartenbau-Versicherung konsequent für den pflichtgemäßen Aufbau ihrer Reserven. Mit einer Zuführung von 40,1 Mio. Euro konnte die Schwankungsrückstellung auf 88,3 Mio. Euro erhöht werden. Das schafft finanzielle Stabilität für künftige Schadenjahre.
Starkes Wachstum, solides Ergebnis
Die Bruttobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % auf 129,1 Mio. Euro. Treiber war vor allem das Direktgeschäft mit einem Plus von 4,9 %. Wachstumsmärkte waren insbesondere Frankreich und die Niederlande, aber auch die neueren Märkte Polen, Griechenland und Belgien. Das ausländische Direktgeschäft hält damit seinen Anteil von über 50 % am Gesamtdirektgeschäft. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 2,4 Mio. Euro.
\“Das Jahr 2025 hat uns Rückenwind gegeben\“, sagte Vorstandsvorsitzender Christian Senft.\“Diesen nutzen wir, um unsere Gemeinschaft weiter zu stärken und unsere Mitglieder auch in schwierigeren Jahren verlässlich absichern zu können.\“
Finanzvorstand Dr. Dietmar Kohlruss ergänzte:\“Das gute Schadenjahr hat uns auch hinsichtlich unserer Sicherheitsmittel gestärkt. Die Solvenz-Bedeckungsquote konnte auf 284 % erhöht werden.\“
Veränderungen in den Gremien
Bei den turnusgemäßen Wahlen wählte die Versammlung Beate Schönges und Hermann Berchtenbreiter erneut in den Aufsichtsrat. Neu in das Gremium kam Dr. Yvonne Peters. Sie bringt umfassende Expertise in Strategie und Marketing sowie langjährige operative Erfahrung im Gartenbau mit. Das Besondere: Sie vereint praktische Branchenkenntnis mit akademischer Tiefe und verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Gremienarbeit. Sie folgt auf Lothar Dahs, der nach langjähriger Tätigkeit als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender nicht mehr kandidiert hat. Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender Frank Werner würdigten seinen Einsatz und sein Engagement für die Gartenbau-Versicherung. 36 Jahre lang hat er die Entwicklung der VVaG wesentlich mit geprägt.
Auch unter den Mitgliedervertretern gab es Neuzugänge: Karl Kühne aus Dresden, der gemeinsam mit seinen Eltern einen Zierpflanzenbetrieb führt, Tobias Rothenbücher aus Neuenstein, der in seinem Betrieb vor allem Tomaten und Erdbeeren produziert, sowie Dominik Baum, Geschäftsführer der Vitarom Straelen Bio GmbH, wurden neu in dieVersammlung gewählt. Ausgeschieden sind der verstorbene Hartmut Goldschmidt sowie Heiko Hagdorn und Josef Hoffmann. Aufsichtsratsvorsitzender Frank Werner dankte ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Gartenbau im Wandel:
Herausforderungen verstehen, gemeinsam handeln
Beim anschließenden Programm der Mitgliedervertreter-Versammlung stand die Zukunft der Branche im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion unter dem Titel\“Gartenbau im Wandel. Herausforderungen verstehen, gemeinsam handeln\“erörterten fünf Fachleute Fragen, die Betriebe heute bewegen: die Präsidentin des Zentralverbandes Gartenbau Eva Kähler-Theuerkauf, die Vorstandsvorsitzende der Kieler Rück Monika Köstlin, die Mitgliedervertreter Johannes Schmidt (Gebrüder Schmidt Gartenbau, Königslutter) und Kurt Dominik (Dominik Gartenbau, Hörstel) sowie Moderator Christian Senft, der sich auch inhaltlich einbrachte.
In der Diskussion ging es um konkrete Antworten auf aktuelle Fragen: Was brauchen Gartenbauunternehmen, um in zehn Jahren noch erfolgreich zu sein? Was macht Betriebe stark? Was gelingt gemeinsam besser?
\“Die Themen verändern sich, die Verantwortung bleibt\“, so Senft.\“Wir wollen heute Orientierung geben und Zuversicht stärken.\“
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