Neues Schulfach Christliche Religion – Verband der Reli-Lehrer bemängelt\“Leerstellen\“bei Jesus und der Dreifaltigkeit / Verbandsvorstand Hollmann:\“Ist das eigentlich noch Religionsunterricht?\“

Der VKRGH vertritt die Belange des Religionsunterrichts und der Religionslehrkräfte an Gymnasien gegenüber den zuständigen kirchlichen und staatlichen Stellen in Niedersachsen. Er ist auch offiziell aufgefordert, zu den aktuellen Lehrplanentwürfen Stellung zu nehmen. Eine entsprechende Erklärung werde im Laufe dieser Woche erarbeitet, teilte der Verband mit. Niedersachsens neues Schulfach Christliche Religion, das erstmals von katholischer und evangelischer Kirche gemeinsam organisiert wird, soll im Sommer starten.
\“In der gegenwärtigen Form werfen die Lehrpläne die Frage auf, ob das eigentlich noch Religionsunterricht ist oder nicht doch eher ein Fach wie Werte und Normen\“, sagte VKRGH-Vorstand Hollmann gegenüber noz weiter. In den Entwürfen gehe es deutlich mehr um Ethik und Moral als um das Christentum.\“Das Christentum ist aber keine Morallehre.\“Es fuße auf einer persönlichen Gottesbeziehung, die man erst einmal vermittelt bekommen müsse, bevor man dann zu Fragen ethisch guten Handelns kommen könne.
Die Entwürfe gefährdeten damit auch die Anschlussfähigkeit der Schüler hin zu Abitur oder Studium.\“Wie sollen sie da in Religion klarkommen, wenn sie nichts mehrüber die Zeit und Umwelt von Jesus von Nazareth wissen?\“, so Hollmann. Auch das Thema Dreifaltigkeit fehle in den Plänen.\“Diese breiten Leerstellen sind nichtüberzeugend und würden einen sinnvollen christlichen Religionsunterricht erheblich einschränken.\“
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.