MDR-Talk„Fakt ist!“aus Magdeburg zum Thema:„Bürgergeld geht–Grundsicherung kommt–Probleme bleiben?“

Für Friedrich Merz war die Abschaffung des Bürgergeldes im Bundestagswahlkampf ein Dauerthema. „Wir können uns dieses System, das wir heute so haben, einfach nicht mehr leisten“, sagte er im vergangenen Sommer. Koalitionspartner SPD – der das Bürgergeld gut drei Jahre vorher eingeführt hatte – trägt die Reform zwar mit. Doch in der Partei grummelt es.
Die neue Grundsicherung wird nicht nur innerhalb der Koalition kritisiert. Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände sowie der Mieterbund befürchten, dass durch striktere Regeln Bedürftige beispielsweise schneller ihre Wohnungen verlieren. Die Reform verfehle ihr Ziel, mehr Menschen in Jobs zu bringen.
Andererseits sprechen viele Menschen einem Großteil der bislang Bürgergeld Beziehenden die Bedürftigkeit ab. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bringt für Erwerbsfähige eine Arbeitspflicht ins Spiel: „Es geht um den 22-jährigen jungen Mann, der morgens lieber im Bett liegen bleibt und sagt: ‚DerStaat zahlt mir noch genug zum Leben, warum soll ich arbeiten gehen?‘“
Doch welche Gruppen beziehenüberhaupt bislang Bürgergeld? Was genau ändert sich für sie mit der Grundsicherung? Ist eine Arbeitspflicht sinnvoll – und rechtlich durchsetzbar? Bringt mehr Druck mehr Leute in Jobs? Und: Wie viel spart der Staat wirklich mit dem Stopp fürs Bürgergeld und dem Go für die Grundsicherung?
Über diese und andere Fragen diskutieren in Magdeburg bei „Fakt ist!“ folgende Gäste:
– Sepp Müller (CDU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
– Matthias Jendricke (SPD), Landrat im Kreis Nordhausen (Thüringen),
– Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes sowie
– Prof. Andreas Knabe, Finanzwissenschaftler an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Durch die Sendung führt Moderatorin Susann Reichenbach.
Bürgerreporter Stefan Bernschein begrüßt im Publikum Mitglieder der MDRfragt-Gemeinschaft, die sich wie immer an der Debatte beteiligen können. Auf mdr.de gibt es einen Live-Chat zum Mitdiskutieren.
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MDR, Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt, Thomas Ahrens, Tel.: (0391) 539 21 21, E-Mail: thomas.ahrens@mdr.de
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Categories: Allgemein
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