Kölner Asylskandal: Ausreisepflichtiger Bosnier bei der Polizei in 147 Fällen aktenkundig

Der Fall ist besonders brisant, weil der Bosnier und seine neunköpfige Familie von der Stadt Köln jahrelang monatlich 7250 Euro an Unterstützung auf Basis des Asylbewerberleistungsgesetzes erhielten. Inzwischen bekommt das Familienoberhaupt mit fünf weiteren Angehörigen Geld vom Sozialamt. Vier seiner Kinder erhalten Bürgergeld.
Was aus den kriminalpolitischen Erkenntnissen geworden ist, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Laut der Liste soll Marko M. 80-mal wegen Diebstahls aufgefallen sein, in 41 Fällen bestand der Verdacht des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls. Vier Einträge betreffen Betrügereien, gefolgt von drei Fällen wegen besonders schweren Diebstahls. Dazu kommen unter anderem zwei Raubüberfälle, ein räuberischer Diebstahl, zwei gefährliche Körperverletzungen nebst Wohnungseinbrüchen sowie zwei Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Verurteilt wurde B. laut Bundeszentralregister nur für elf Straftaten.
Im Jahr 2003 wollte die Stadt Marko M. in seine Heimat nach Bosnien-Herzegowina abschieben. Der Mann verschwand und tauchte erst vier Jahre später wieder auf. 2009 scheiterte er vor dem Verwaltungsgericht mit einer Klage gegen seine Abschiebung. Seither erhielt er stets aufs Neue eine Duldung, obschon er ausreisepflichtig ist.
Bericht auf ksta.de/1236144 (Paywall)
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