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ARD-DeutschlandTREND: AfDüberholt erstmals Union in Sonntagsfrage
Zum ersten Mal liegt die AfD in der Sonntagsfrage des ARD-DeutschlandTrends vorn. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 27 Prozent (+2 Prozentpunkte im Vgl. zu April 2026). Die Union verliert 2 Prozentpunkte und käme aktuell auf 24 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.303 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Demnach käme die SPD aktuell auf 12 Prozent (+/-0). Die Grünen stehen aktuell bei 15 Prozent (+1), die Linke unverändert bei 10 Prozent. Das BSW läge bei 3 Prozent (+/-0), die FDP käme aktuell auf 4 Prozent (+1). Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent(-2).
Vor einem Jahr war die schwarz-rote Koalition im Mai 2025 mit moderatem Rückhalt von 40 Prozent Zufriedenheit gestartet – ein Jahr später hat die Zufriedenheit mit der Regierung einen Tiefstand von aktuell 13 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden erreicht. 86 Prozent sind aktuell weniger bzw. gar nicht zufrieden. Im DeutschlandTREND seit 1997 wurde noch keineRegierung zwölf Monate nach Amtsantritt schlechter bewertet als aktuell Schwarz-Rot. Nur dreimal lag der Wert bei anderen Regierungen noch niedriger: Rot-Grün im November 2003 und März 2004 (jeweils 11 Prozent Zufriedenheit) sowie Schwarz-Gelb im Juni 2010 (12 Prozent).
Aus dem Bundeskabinett wird auch im Mai 2026 Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD am besten bewertet: Aktuell sind 56 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden (+7 im Vgl. zu April), 32 Prozent sind unzufrieden (-4). Mit der politischen Arbeit von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sind aktuell 25 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (-3 im Vgl. zu März), 51 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden (-1). Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) kommt aktuell auf einen Zufriedenheitswert von 21 Prozent (+3 im Vgl. zu April), 64 Prozent sind mit seiner Arbeit aktuell unzufrieden (-3). Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erreicht aktuell 18 Prozent Zufriedenheit (+3), 54 Prozent sind mit ihrer politischen Arbeit unzufrieden (-3). Mit der politischen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind aktuell 16 Prozent zufrieden (-5), 83 Prozent sind unzufrieden (+7). Das ist der schlechteste Wert,der im DeutschlandTREND je für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen wurde. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU erreicht aktuell einen Zufriedenheitswert von 12 Prozent (+/-0), 59 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden (+3). Mit der politischen Arbeit des Unions-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn sind aktuell 12 Prozent zufrieden (-4 im Vgl. zu Dezember 2025), 78 Prozent (+1) sind weniger oder gar nicht zufrieden. Unter den Oppositionspolitikern und -politikerinnen kommt Alice Weidel von der AfD momentan auf 26 Prozent Zufriedenheit (+1 im Vgl. zu März), 64 Prozent sind unzufrieden (-1). Die Bundesvorsitzende der Grünen Franziska Brantner kommt aktuell auf einen Zufriedenheitswert von 12 Prozent (+/-0), 29 Prozent sind unzufrieden (+1). Allerdings trauen sich auch 59 Prozent kein Urteil zu oder geben an, sie nicht zu kennen. Mit der Linken-ParteivorsitzendenInes Schwerdtner sind im aktuellen DeutschlandTREND sieben Prozent zufrieden, 21 Prozent sind unzufrieden, 72 Prozent trauen sich jedoch kein Urteil zu oder geben an, sie nicht zu kennen.
Befragungsdaten
– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
– Fallzahl: 1.303 Befragte
– Erhebungszeitraum: 04. bis 06. Mai 2026
– Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
– Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
– Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?
– Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?
– Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von… sehr zufrieden, zufrieden, weniger zufrieden, gar nicht zufrieden oder kennen Sie ihn nicht?
– Friedrich Merz
– Katherina Reiche
– Lars Klingbeil
– Boris Pistorius
– Bärbel Bas
– Ines Schwerdtner
– Franziska Brantner
– Alice Weidel
– Jens Spahn
– Alexander Dobrindt
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