Zirkuläre Strategien als Chance im Maschinen- und Anlagenbau

Die Kreislaufwirtschaft zielt auf einen maximalen Werterhalt ab, indem sie Materialien und Produkte möglichst lange in Wertschöpfungskreisläufen hält. Im Maschinen- und Anlagenbau ist diese Entwicklung besonders relevant, da die Branche nicht nur selbst zirkuläre Strategien anwendet, sondern mit ihren Technologien ressourceneffiziente und kreislauffähige Lösungen in vielen weiteren Industriezweigen ermöglicht.
Das neue Kurzpapier „Kreislaufwirtschaft im Maschinen- und Anlagenbau“ des VDI ZRE bietet einen kompaktenÜberblick über aktuelle Entwicklungen in der industriellen Praxis. Es zeigt, welche strategische Bedeutung zirkuläre Ansätze für die Resilienz des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland haben und wie KMU ökologische Anforderungen mit wirtschaftlichen Potenzialen verbinden können.
Zirkuläre Strategien als Antwort auf steigenden Transformationsdruck
Der Maschinen- und Anlagenbau ist aktuell mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, die ein strategisches Umdenken von Unternehmen fordern, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und datengetriebene Prozesse die Wertschöpfungsstrukturen der Branche – und eröffnen Unternehmen neue Chancen.
Neue Geschäftsmodelle, Produktdesign und Digitalisierung als zentrale Erfolgsfaktoren
Wichtige Hebel für das Gelingen dieser Transformation, so zeigt das Kurzpapier, sind u.a. neue Geschäftsmodelle, eine zirkulär ausgerichtete Produktentwicklung und insbesondere der Einsatz digitaler Technologien. Diese sind essenziell, um die notwendige Transparenz für eine lückenlose Abbildung einesMaschinen- oder Komponentenzustands über den gesamten Lebenszyklus zu schaffen und die Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle wie Wartungsangebote, Verfügbarkeitsgarantien oder nutzungsbasierte Abrechnungen zu ermöglichen.
Neben der digitalen Transparenz ist ein zirkulär ausgerichtetes Produktdesign ein weiterer wichtiger Baustein: Modulare Bauweisen, recyclingfähige Materialien, standardisierte Komponenten und eine einfache Demontage tragen dazu bei, Ressourcen länger und werterhaltend über den eigentlichen Produktlebenszyklus hinaus im Kreislauf zuhalten.
Handlungsempfehlung für Unternehmen
Das Kurzpapier zeigt, dass zirkuläres Wirtschaften bereits heute von strategischer Relevanz für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ist. Entscheidend für den Erfolg sind insbesondere:
Investitionen in Digitalisierung und datenbasierte Prozesse
Integration kreislauforientierter Designprinzipien in der Produktentwicklung
Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie Product-as-a-Service
enge Zusammenarbeit der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Unternehmen, die die Transformation aktiv mitgestalten, sichern nicht nur ihre eigene Zukunftsfähigkeit, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland.
Das Kurzpapier„Kreislaufwirtschaft im Maschinen- und Anlagenbau“ des VDI ZRE wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) erstellt.
Das VDI ZRE ist als das Kompetenzzentrum für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz zentrale Anlaufstelle für betriebliche Ressourceneffizienz und Kreislaufführung in Deutschland. Es bereitet Wissen zu Umwelttechnologien sowie zu material- und energieeffizienten Prozessen allgemeinverständlich auf. Das Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups bei der Umsetzung einer zirkulären Wirtschaftsweise und Maßnahmen zur Ressourceneffizienz-steigerung zu unterstützen. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) entwickeltenInstrumente zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen und zur Unterstützung von zirkulärem Wirtschaften sind auf www.ressource-deutschland.de kostenlos verfügbar.
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