Zahl der Abschiebungen aus Deutschland im 1. Quartal 2026 gesunken / Linke kritisiert\“besorgniserregend hohes Niveau\“- Bünger fordert Abschiebestopp für Iran

Besonders erschreckend sei der Umstand, dass Bund und Länder im 1. Quartal dieses Jahres sogar noch in den Iran abgeschoben hätten, kommentierte Clara Bünger, flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, die Entwicklung bei noz. Angesichts der Repressionen des Regimes in Teheran und des\“völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA\“brauche es dringend einen Abschiebestopp in den Iran.
Die wichtigsten Zielstaaten der Abschiebungen im 1. Quartal 2026 waren nach Auskunft des Bundesinnenministeriums die Türkei (601), Georgien (266), Nordmazedonien (230), Spanien (192) sowie Marokko und Algerien (beide 178). Nach Syrien wurden drei Personen abgeschoben; in den Iran gab es drei Abschiebungen. Nach Afghanistan wurden im 1. Quartal 27 Personen abgeschoben. Unter den Betroffenen waren Hunderte Kinderbis 13 Jahre (547) und Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren (146). Auch Senioren waren betroffen (99 über 60-Jährige, sieben über 71-Jährige).
\“Es ist grundfalsch, Abschiebungen zu forcieren, wie es die aktuelle Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern tut\“, betonte Bünger. Stattdessen benötige Deutschland\“eine wirksame Bleiberechtsregelung, die Menschen eine sichere Perspektive eröffnet. Spanien geht hier mit gutem Beispiel voran.\“
Die spanische Regierung hatte kürzlich angekündigt, den Aufenthaltsstatus von rund 500.000 Migranten zu legalisieren, die bislang ohne gültige Papiere im Land leben.
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