Warum Rückenschmerzen in Berlin oft falsch behandelt werden – und welche Rolle Liebscher&Bracht spielt

\“Wir sehen täglich Patienten, die eine lange Therapiehistorie mitbringen – von Schmerzmitteln über Physiotherapie bis hin zu Injektionen\“, erklärtLiebscher&Bracht – Therapeut Rocco Zühlke in Berlin, Inhaber des Zentrums für alternative Schmerztherapie.\“Das Problem ist selten mangelnde Behandlung, sondern oft die Perspektive darauf, was Schmerz eigentlich ist.\“
Symptombehandlung statt Ursachenfokus
In der klassischen Versorgung werden Rückenschmerzen häufig strukturell interpretiert: Bandscheibenvorfälle, Verschleißerscheinungen oder Fehlstellungen gelten als primäre Auslöser. Entsprechend richtet sich die Therapie häufig auf diese Befunde – medikamentös, passiv oder im fortgeschrittenen Stadium operativ.
Doch genau hier liegt aus Sicht vieler moderner Schmerztherapeuten ein entscheidender Denkfehler. Denn: Bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen zeigen zwar Veränderungen an der Wirbelsäule, erklären aber nicht zuverlässig, warum ein Mensch Schmerzen hat – oder warum ein anderer mit identischem Befund beschwerdefrei bleibt.
\“Strukturelle Auffälligkeiten sind weit verbreitet – auch bei Menschen ohne Schmerzen\“, so Zühlke.\“Wenn man sich ausschließlich darauf fokussiert, übersieht man häufig die funktionellen Ursachen.\“
Die unterschätzte Rolle von Muskeln und Faszien
Ein alternativer Ansatz, der zunehmend Aufmerksamkeit erhält, ist die Schmerztherapie nach Liebscher&Bracht. Sie basiert auf der Annahme, dass ein Großteil der Schmerzen durch muskulär-fasziale Spannungszustände entsteht – ausgelöst durch einseitige Bewegungsmuster, langes Sitzen und fehlende Bewegungsvielfalt im Alltag.
Dabei geht es weniger um\“Defekte\“im Körper, sondern um funktionelle Dysbalancen. Verkürzte Muskeln und überlastete Faszien erzeugen Zug auf Gelenke und Wirbelsäule – was vom Nervensystem als Schmerzsignal interpretiert wird.
\“Viele Patienten sindüberrascht, wenn wir ihnen erklären, dass ihre Schmerzen nicht primär von einem Schaden kommen, sondern von zu hoher Spannung im Gewebe\“, heißt es aus der Praxis.\“Das eröffnet plötzlich ganz andere therapeutische Möglichkeiten.\“
Aktive Therapie statt passiver Maßnahmen
Ein zentrales Element der Liebscher-&-Bracht-Methode ist die aktive Mitarbeit der Patienten. Neben gezielten manuellen Techniken kommen vor allem spezielle Dehnübungen zum Einsatz, die darauf abzielen, muskuläre Verkürzungen langfristig zu reduzieren.
Das unterscheidet sich deutlich von klassischen passiven Behandlungsformen.\“Unser Ziel ist nicht, dass der Patient dauerhaft in Behandlung bleibt\“, so der Therapeut.\“Im Idealfall versteht er die Ursache seiner Beschwerden und kann selbst aktiv gegensteuern.\“
Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der viele Menschen einenüberwiegend sitzenden Lebensstil führen, stößt dieser Ansatz auf wachsendes Interesse. Die Kombination aus unmittelbarer Wahrnehmung von Veränderungen und der Möglichkeit, selbst Einfluss zu nehmen, wird von vielen Patienten als besonders motivierend beschrieben.
Zwischen Schulmedizin und neuen Denkansätzen
Die Diskussion darüber, wie Rückenschmerzen\“richtig\“behandelt werden, ist nicht neu – gewinnt aber zunehmend an Dynamik. Während klassische Verfahren weiterhin ihre Berechtigung haben, wächst parallel die Nachfrage nach Ansätzen, die den Menschen stärker als funktionelle Einheit betrachten.
\“Es geht nicht darum, bestehende Methoden pauschal infrage zu stellen\“, betont Rocco Zühlke.\“Aber wir sollten uns ehrlich fragen, warum so viele Menschen trotz intensiver Behandlung keine dauerhafte Besserung erfahren.\“
Die Liebscher-&-Bracht-Therapie versteht sich in diesem Kontext als Ergänzung – und für viele Patienten als neuer Zugang zu einem alten Problem.
Ein Perspektivwechsel mit Potenzial
Für Betroffene kann dieser Perspektivwechsel entscheidend sein. Wer versteht, dass Schmerz nicht zwangsläufig ein Zeichen von Schaden ist, sondern oft ein regulierbares Signal des Körpers, gewinnt Handlungsspielraum zurück.
In Berlin – einer Stadt mit hoher Belastung, viel Bewegung im Alltag und gleichzeitig viel Sitzen im Beruf – könnte genau dieser Ansatz künftig eine noch größere Rolle spielen.
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