Vornamen-Stereotype: Generationen im Direktvergleich

Ob im Bewerbungsprozess, in der Schule oder in sozialen Medien: Vornamen wirken als schnelle, sprachlich kodierte Marker und lösen häufig automatisierte Zuschreibungen aus. Tries greift dieses Spannungsfeld aus sozialpsychologischer Perspektive auf und prüft empirisch, ob sich solche\“Namensbilder\“über Generationen hinweg halten. Die Arbeit liefert belastbare Daten zu vier Beispielnamen und macht sichtbar, wie Wahrnehmung, Mediennarrative und persönliche Kontakte zusammenwirken – mit Relevanz für Forschung, Bildung und Praxis.
Quantitative Studie zeigt stabile Namensstereotype
Das quantitative Studiendesign erfasst die Bewertung der Vornamen Alexander, Laura, Kevin und Chantal in drei Altersgruppen (16-20, 21-40, 41+). Die Ergebnisse weisen hochsignifikante Effekte des Namens auf: Alexander und Laura werden konsistent positiver wahrgenommen, während Kevin und Chantal deutlich negativer bewertet werden. Zudem zeigen sich Generationseffekte und Interaktionen, wobei die jüngste Altersgruppe besonders ausgeprägte negative Bewertungen berichtet. Ein praxisrelevanter Befund ist, dass persönliche Bekanntschaft stereotype Zuschreibungen mindert – ein Hinweis auf die Wirkung von Kontakt und bewusster Reflexion.
Die Publikation richtet sich an Studierende und Forschende der Sozialpsychologie sowie angrenzender Felder (u.a. Namensforschung, Sprach- und Kommunikationswissenschaft). Darüber hinaus ist sie relevant für Praktiker:innen in Bildung, Medienethik und HR/Recruiting, die Bias-Risiken in Wahrnehmungs- und Auswahlprozessen reduzieren möchten.
Das Buch ist im Januar 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus erschienen (ISBN: 978-3-389-17289-6)
Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1687031
Kostenlose Rezensionsexemplare sind direktüber den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.
Categories: Allgemein
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