Unternehmen kaufen im Turnaround noch immer den falschen Interim Manager ein–und zahlen dafür doppelt

Viele Unternehmen verwechseln Erfahrung mit Wirkung. Gerade im Turnaround führt diese Fehleinschätzung regelmäßig zu teuren Fehlbesetzungen. Wer in einer kritischen Phase den falschen Interim Manager holt, verliert nicht nur Zeit, sondern oft auch Liquidität, Vertrauen und Handlungsspielraum.
Wenn Unternehmen in eine operative oder finanzielle Schieflage geraten, wird meist unter hohem Druck entschieden. Genau dann passieren die größten Fehler. Gesucht wird oft ein beeindruckender Lebenslauf, ein bekannter Name oder ein Manager mit viel Präsentationserfahrung. Was in der Praxis aber zählt, ist etwas anderes: Kann die Person in kurzer Zeit Transparenz schaffen, Probleme klar benennen, Prioritäten setzen und dieoperative Umsetzung führen.
Im Turnaround geht es nicht um Außendarstellung. Es geht um Wirkung. Wer in dieser Phase den falschen Interim Manager einkauft, zahlt fast immer doppelt. Zuerst für ein Mandat, das nicht trägt. Danach für die Folgen, weil wertvolle Wochen verloren gehen, Konflikte zunehmen, Banken nervöser werden, Lieferanten enger führen und interne Strukturen weiter an Stabilität verlieren.
Viele Fehlbesetzungen entstehen, weil Auftraggeber auf die falschen Kriterien schauen. Gute Selbstdarstellung ersetzt keine Führung unter Druck. Branchenworte ersetzen keine Ergebnisverantwortung. Ein sauberer CV ersetzt keine Umsetzungsstärke. Gerade in angespannten Situationen zeigt sich sehr schnell, ob jemand nur analysiert oder tatsächlich eingreift.
Ein wirksamer Interim Manager im Turnaround muss in der Lage sein, innerhalb weniger Tage die finanzielle und operative Lage realistisch zu erfassen. Er muss Cash Risiken erkennen, Datenlücken offenlegen, Verantwortlichkeiten klären, ein belastbares Reporting aufsetzen und unbequeme Entscheidungen anstoßen. Wer dazu nicht bereit oder nicht fähig ist, verursacht Kosten, ohne das Problem zu lösen.
Die Rechnung für Fehlentscheidungen ist oft höher als angenommen. Denn Unternehmen verlieren nicht nur Honorar. Sie verlieren Geschwindigkeit. Sie verlieren Glaubwürdigkeit im Management. Sie verlieren Zeit gegenüber Gesellschaftern, Banken und Belegschaft. Und sie verschlechtern ihre Ausgangspositionfür jede spätere Sanierung.
„Im Turnaround ist die falsche Besetzung kein Schönheitsfehler, sondern ein wirtschaftlicher Schaden. Viele Unternehmen kaufen noch immer Beruhigung ein, obwohl sie Umsetzung brauchen“, sagt Marco Behnke Der Interim Manager™.
Für Auftraggeber bedeutet das: Nicht der lauteste Auftritt ist entscheidend, sondern die Frage, ob ein Interim Manager schon mehrfach in kritischen Situationen Verantwortung übernommen und unter realem Druck geliefert hat. Wer im Mandat nur berichtet, aber nicht steuert, hilft dem Unternehmen nicht. Wer nur moderiert, aber keine Richtung durchsetzt, verlängert das Problem.
Gerade Mittelständler und Private Equity geführte Unternehmen brauchen in Sondersituationen keine politische Verwaltung auf Zeit. Sie brauchen Führung mit klarer Linie, belastbare Zahlen, operative Konsequenz und die Bereitschaft, auch unpopuläre Wahrheiten offen auszusprechen. Alles andere kostet am Ende mehr, als es nutzt.
Die Auswahl eines Interim Managers ist deshalb keine reine Personalentscheidung. Sie ist eine wirtschaftliche Richtungsentscheidung. Wer sie falsch trifft, kauft nicht nur das falsche Profil ein, sondern verliert oft genau den Zeitraum, in dem ein Turnaround noch steuerbar gewesen wäre.
Über Marco Behnke Der Interim Manager™
Marco Behnke Der Interim Manager™ ist Interim CFO, COO und CEO für Turnaround, Restrukturierung und Transformation im Mittelstand und in Private Equity geführten Unternehmen. Er übernimmt Verantwortung, wenn Unternehmen schnelle Klarheit, belastbare Steuerung und operative Umsetzung benötigen. Im Fokus stehen CashSicherung, Performance Systeme, transparente Zahlen und wirksame Führung in kritischen Phasen.
Categories: Allgemein
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