Trotz Klagewelle: Bundesregierung hält an harter Linie gegen Afghanen fest / Schon 501 Gerichtsverfahren wegen widerrufener Aufnahmezusagen – Kritik der Linken

\“Wie schäbig ist es, dass sich hunderte afghanische Menschen von Pakistan aus hilfesuchend an deutsche Verwaltungsgerichte wenden und die Einhaltung dieses Versprechens der Bundesregierung mühsam einklagen müssen\“, sagte die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, noz. Zwar hätten viele Betroffene auf dem Rechtsweg Erfolg.\“Aber wenn es darum geht, Wort zu halten, darf die Regierung die Entscheidung nicht den Gerichtenüberlassen\“, betonte Bünger. Alle ursprünglichen Aufnahmezusagen müssten jetzt schnell und unkompliziert umgesetzt werden.
Bünger betonte die Dringlichkeit auch mit neuen Strafgesetzen, die die Taliban erlassen hätten. Diese sähen unter anderem die Todesstrafe für ein von den Taliban abweichendes Islamverständnis und Strafen für oppositionelle Haltungen vor. Für politisch besonders aktive Oppositionelle stelle das neue Gesetz eine erhebliche Gefährdung dar, mahnte Bünger:\“Ich kann nicht glauben, dass die Regierung diese Menschen, denen eine Aufnahme fest zugesagt worden war, den Taliban zum Fraß vorwerfen will\“.
Jüngst war bekannt geworden, dass fast die Hälfte von 2.308 in Pakistan lebenden Afghanen mit einer Aufnahmezusage aus Zeiten der Ampel-Regierung nicht mehr nach Deutschland kommen dürfen.Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, freiwillige Aufnahmen soweit wie möglich zu beenden.
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