Steuern hinterzogen? Fiskus ermittelt gegen Influencer in Sachsen-Anhalt

Andere Bundesländer sind hier sogar schon weiter. Mitte des vergangenen Jahres hatten Meldungen aus Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt: Das dortige Finanzministerium gründete eine eigene Fahndungsgruppe speziell für Influencer und kaufte sogar Steuerdaten an. Anfang April teilte auch Thüringens Finanzministerin Katja Wolf (BSW) mit, dass es im Freistaat deutlich mehr hauptberufliche Influencer gebe als gedacht. Sie sprach von mehr als 500 Personen, einige von diesen hätten über eine Million Follower.
In sozialen Medien lässt sich auf mehrere Arten Geld verdienen. Ein wichtiger Posten ist Werbung: Große Plattformen wie Youtube oder Instagram spielen automatisch Werbeclips ein, die dort aktiven Influencer werden an den Einnahmen beteiligt. Zusätzlich können die Influencer eigene Werbedeals abschließenoder selbst Produkte vertreiben. Und dann gibt es noch Möglichkeiten für direkte Zahlungen durch Abos oder kleine Zuwendungen in Livestreams. Influencer können von mehreren Steuerarten betroffen sein: Neben der Einkommen- fallen bei Überschreiten der jeweiligen Freibeträge Umsatz- undGewerbesteuern an. Auch Sachzuwendungen wie Werbegeschenke, Reiseeinladungen oder zu testende Produkte gelten steuerlich als Einnahmen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
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