Schwache Erholung setzt sich fort, zusätzliche US-Strafzölle trüben aber die Aussichten / Brossardt:\“Gegenzölle schaden immer auch uns selbst\“

Die Betrachtung wichtiger Exportmärkte ist durchwachsen.\“Die USA blieben in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 unser wichtigster Exportmarkt mit einem Anteil an den gesamten bayerischen Ausfuhren von 11,6 Prozent. Umso bedauerlicher ist es, dass wir auch aufgrund der aggressiven US-Zollpolitik einen deutlichen Rückgang bei den Ausfuhren sehen, im November 2025 waren es knapp 28 Prozent. Die neu angedrohten Strafzölle verheißen daher nichts Gutes für unser Amerikageschäft. Erfreulicherweise zeigt sich zumindest etwas Entspannung beim Exportgeschäft mit der Volksrepublik China. Die Exportein das Reich der Mitte stiegen im November um 11,3 Prozent. Weitere wichtige Exportländer im November waren Österreich, Italien, Frankreich und Polen. Lediglich die Ausfuhren nach Österreich gingen leicht zurück, beim Rest verzeichnen wir einen Anstieg. Insgesamt exportierte der Freistaat 6,6 Prozent mehr Waren in die EU-Länder, das entspricht 10,7 Milliarden Euro\“, erläutert Brossardt weiter.
Auch bei den wichtigsten Exportgütern zeigt sich eine gemischte Lage.\“Bei den Pkw und den Maschinen verzeichnen wir kräftige Rückgänge um 11,8 Prozent beziehungsweise 6,5 Prozent. Dabei sind beide Warengruppen zentrale Säulen der bayerischen Exportwirtschaft. Die Ausfuhren von Geräten zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung sowie von Kfz-Teilen stiegen hingegen leicht an. Die Lage bleibt aber weiterhin schwierig – und mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Tage haben sich die Erwartungen sogar wieder eingetrübt\“, erklärt Brossardt und ergänzt:\“Die wirtschaftlichen Verwerfungen mit den USA bestimmen leider auch dieses Jahr. Für uns muss das bedeuten, dass wir dringender denn je die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts entschieden verbessern müssen, um trotz der schwierigen außenwirtschaftlichen Lage als Standort so attraktiv wie zu möglich bleiben.\“
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