Schöpferische Zerstörung: Innovationen sind der Motor für Zukunft

Bereits Ende Oktober 2025 fand an der Med Uni Graz die TEDxMedUniGraz unter dem Motto\“Tomorrow Starts Now – Perspectives To Shape The Future\“statt. In Anlehnung an das globale TEDx-Format bot die unabhängig organisierte Veranstaltung eine Plattform für Vordenker*innen. Ziel war es, aufzuzeigen, wie sich die Welt von morgen durch das Denken und Handeln von heute gestalten lässt. Was dabei ebenso wichtig ist: Der interdisziplinäre Dialog. In Keynotes beleuchteten die Rektorin der Med Uni Graz, Andrea Kurz, die Molekularbiologin Caroline Schober und die Neurowissenschaftlerin und Zukunftsmanagerin Monika Herbstrith-Lappe unter anderem die Themen medizinische Innovationen, KI im Gesundheitswesen und strategische Zukunftsgestaltung. Mit diesem Programm knüpfteTEDxMedUniGrazan seine Rolle als etablierte Plattform für interdisziplinären Austausch an und setzte zum Jahresende ein deutliches Signal, wie wichtig inspirierende Perspektiven für die Welt von morgen sind.
Die Zukunftsmanagerin Mag.a Monika Herbstrith-Lappe beschäftigt sich seit Jahren mit den Herausforderungen, die Veränderung, VUCA und disruptive Innovation darstellen. Bedeutsam in diesem Zusammenhang ist die Frage, warum Menschen in der Regel zunächst irritiert auf Neues reagieren.\“Dieses anfängliche Gefühl der Ungewissheit ist ein Katalysator für zukünftige Weiterentwicklungen\“, betont sie. Dies gelte sowohl für Einzelpersonen als auch für Organisationen. In ihrem Vortrag\“Innovation beginnt mit Irritation\“bei TEDxMedUniGraz ordnete sie diese Reaktionen evolutionspsychologisch ein und zeigte, dass Irritation nicht unbedingt etwas Hemmendes oder Negatives sein muss. Denn: Irritation kann dabei helfen, Stagnation und lähmende Ängste zu überwinden. Die moderne VUCA-Welt fordert uns permanent heraus, vertraute Muster zu hinterfragen, so Herbstrith-Lappe. Dies treffe besonders auf Europa zu, wo Unternehmen die Wucht der digitalen Transformation derzeit intensiv zu spüren bekommen.\“Überraschung aktiviert das Gehirn, und auf die Veränderung folgt zunächst Verwirrung: Man ist irritiert. Doch genau daraus entsteht die Fähigkeit, nicht nur anders, sondern gänzlich neu zu denken. Ungewissheit schärft schließlich das Risikobewusstsein und macht uns bewusst, dassechterFortschrittnur möglich ist, wenn wir alte Denkmuster hinter uns lassen und Innovation bewusst gestalten\“, erklärt die Keynote-Speakerin.
Unternehmen in Europa stehen auch 2026 besonders unter dem Druck der digitalen Transformation und der VUCA-Welt. Deren Tempo und Komplexität haben längst auch jede einzelne Arbeitskraft erreicht. Für die wirtschaftliche Zukunft Europas ist entscheidend, wie gut es gelingt, sich in dieser Phase der Unsicherheit flexibel auf neue Rahmenbedingungen einzustellen und Wandel nicht nur zu ertragen, sondern aktiv zu gestalten.\“Nur wer die Kunst beherrscht, Irritation als treibende Kraft für Innovationen zu nutzen, kann schneller, kreativer und nachhaltiger handeln. Dann ist der digitale Fortschritt keine Bedrohung, sondern eine enorme Chance\“, so die Zukunftsmanagerin Mag.a Monika Herbstrith-Lappe
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