Richtfest\“rückwärts\“für das Gebäude 21 auf dem Areal Böhler

Das Gebäude 21 auf dem Areal Böhler ist ein Industriegebäude mit Geschichte: Der erste Bauabschnitt entstand 1919, der zweite 1941. Die dreischiffige Halle erstreckt sich über 120 Meter Länge und erreicht eine Firsthöhe von 18,5 Metern. Vollack revitalisiert das Gebäude mit einer klaren Prämisse: den historischen Charakter der Industriearchitektur bewahren, die künftige Büronutzung zukunftsorientiert vorbereiten und die Gebäudehülle energetisch ertüchtigen.
Sebastian Kahl, Bauherr und Geschäftsführer der Jamestown Areal Böhler GmbH&Co. KG, betont die strategische Bedeutung des Projekts:\“Wir schaffen Arbeitsräume, die Unternehmen Flexibilität und Identifikation bieten. Die Verbindung aus historischer Bausubstanz, moderner Infrastruktur und nachhaltiger Energieversorgung macht den Standort einzigartig.\“
Das Projekt fügt sich in eine umfassende Vision ein, wie Martin Honak, Geschäftsführer der Areal Böhler Betriebs GmbH, erläutert:\“Das Areal Böhler entwickeln wir zu einem modernen, vielseitigen und grünen Standort, der Wirtschaft, Kultur und Gemeinschaft zusammenbringt. Mit Vollack haben wir einen Partner an unserer Seite, der die ausgewiesene Expertise in der Revitalisierung von Gebäuden mit dem hohem Anspruch an Architektur verbindet.\“
Komplexe Herausforderungen meistern
Kambiz Hajizadeh-Zaker, Partner bei Vollack Köln / Wesseling, weiß:\“Die Transformation der mehr als hundert Jahre alten Produktionshalle in hochwertige Büroflächen erfordert Ingenieurskompetenz und einen sensiblen Umgang mit der traditionsreichen Architektur sowie den konstruktiven Strukturen und Bestandsmaterialien.\“Umfangreiche Analysen der Bausubstanz bildeten die Grundlage für ein Konzept, das Bestandserhalt und energetische Modernisierung optimal miteinander verbindet.
Teile des Tragwerks einschließlich der ehemaligen Kranbahn sowie die Fassade bleiben in ihrer Grundstruktur weitgehend erhalten. Die energetische Ertüchtigung der Hülle – vom Boden über die Außenwände bis hin zum Dach – verwandelt die Halle in ein ressourcenschonendes Gebäude nach aktuellen Standards. Das Dach des Seitenschiffs wurde zurückgebaut, und die Außenwände werden zur Arkade umgebildet. Die geschichtsträchtigen Wände umschließen künftig einen Außenbereich, der für Pausen und als Inspirationsquelle dienen wird.
Freiflächen schaffen Loftatmosphäre
Im Gebäude wird eine zweigeschossige, teils etagenübergreifende Büroarbeitswelt entstehen, aufgeteilt in drei bis sechs Mieteinheiten für Unternehmen mit bis zu 350 Arbeitsplätzen. In den offenen Bereichen werden Freitreppen mit Sitzstufen Kommunikationszonen für den kreativen Austauschschaffen. Der überwiegende Anteil der Fläche wird durch eine flexible Konzeption vielfältige Nutzungen ermöglichen.
Die Hüllensanierung wird im Sommer 2026 abgeschlossen sein. Der vollständige Ausbau der Büroflächen soll bis Ende 2027 erfolgen.
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