rbb24 Recherche exklusiv: Berliner Versorgungswerk der Zahnärzte (VZB) fordert rund 82 Millionen Euro von Wirtschaftsprüfern

Konkret geht es um einen Betrag in Höhe von 81.998.924,42 EUR. Das Unternehmen hatte den Jahresabschluss des VZB für 2023 geprüft und testiert. Weil die Prüfer ihren Pflichten nicht nachgekommen seien, so das VZB, sei dem Versorgungswerk in den Jahren 2024 und 2025 der bezifferte Schaden entstanden. Zur Begründung führt das VZB an, dass eine ordnungsgemäße Prüfung ergeben habe, dass einzelne Investitionen und Darlehensvergaben des VZB in der Vergangenheit nicht rechtmäßig waren. Hätten die Wirtschaftsprüfer dies festgestellt und die Gremien des VZB darauf hingewiesen, hätten die Aufsichtsgremien keine weiteren Zahlungen in diese Anlagen veranlasst.
Im Januar dieses Jahres soll den Prüfern bereits eine erste Zahlungsaufforderung zugegangen sein, auf die sie nicht reagiert hätten. Anfang Februar wurde die Wirtschaftsprüfergesellschaft daraufhin gemahnt. Sie hat sich auf Anfrage des rbb nicht zu den Vorwürfen geäußert und teilte lediglich mit, dass die Weitergabevon mandats- und auftragsbezogenen Informationen sowohl gegen das Berufs- als auch gegen das Strafrecht verstoßen würde.
Das VZB ist die\“Rentenkasse\“der Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen. Niedergelassene Zahnärzte müssen sich im VZB pflichtversichern. Die Renten werden sowohl aus dem Kapitalstock als auch aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert. Ende 2025 hatte die neue Führung des VZB den Mitgliedern mitgeteilt, dass sie höhere Monatsbeiträge zahlen müssen. Welche Auswirkungen die Finanzprobleme auf die aktuellen oder zukünftigen Renten haben, ist bislang unklar.
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