rbb-exklusiv: Strack-Zimmermann zu Beteiligung am Iran-Krieg: EU hat nicht die Kapazitäten

Vorschläge, die EU-Operation ASPIDES, die zum Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer kreuzt, auszuweiten, wies die Verteidigungsexpertin zurück:\“Dort sitzen zweieinhalb Schiffe, ein italienisches, ein griechisches, zeitweilig ist eine französische Brigade noch unterwegs. Dieses Mandat ist ein völlig anderes Mandat und nochmal, wir haben die Logistik nicht. […] Es müssten viel mehr Schiffe hin, wir müssten die Luftwaffe aktivieren. […] Wer das fordert, mit Verlaub, hat wirklich keine Ahnung, wie militärische Prozessegehen.\“
Mit Blick auf den EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag und die blockierten Hilfen für die Ukraine forderte Strack-Zimmermann, den Druck auf die ungarische Regierung von Victor Orbán zu erhöhen:\“Wir hätten natürlich schon längst Druck aufmachen können, denn die EU hat Regeln, die EU hat Werte.\“Wer diese wie Orbán ständig konterkariere, dem könne man das Stimmrecht entziehen und vor allem\“keinen Cent mehr\“überweisen:\“Orbán nutzt ja auch europäisches Geld, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, um einen unglaublich widerwärtigen Wahlkampf zu führen. Widerwärtig, indem er im Netz sozusagen historische Geschichten erzählt. Er würde angegriffen, er geriert sich als Gegner der EU, er beißt die Hand, die ihn füttert. Und das darf sich Europa einfach nicht mehr gefallen lassen.\“
Grundsätzlich müsse die EU wettbewerbsfähiger werden, so Strack-Zimmermann.\“Wenn wir wettbewerbsfähig sind, dann sind wir deutlich stärker als die USA, dann sind wir sowieso deutlich stärker als Russland, dann sind wir wir.\“
Das Interview können Sie hier hören: https://ots.de/iS1tpC
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