Patientenschützer fordern Zentralregister für Behandlungsfehler / Brysch verweist auf 20.000 vermeidbare Todesfälle -\“Härtefallfonds für Geschädigteüberfällig\“

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen stellt an diesem Donnerstag (11 Uhr) Zahlen für das vergangene Jahr vor. Die Techniker Krankenkasse hatte Ende Mai einen neuen Rekord der bei ihr registrierten Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler gemeldet. Die Statistiken des Medizinischen Dienstes oder der Bundesärztekammer lieferten aber nur\“Bruchstücke\“, sagte Brysch zu\“noz\“. Die Fehlerkultur im Gesundheitswesen sei immer noch unterentwickelt.\“Sowohl bei der Bundesregierung als auch den Leistungsanbietern dümpelt das Thema vor sich hin. Doch es besteht dringender Handlungsbedarf.\“
Neben einem Zentralregister und einem Härtefallfonds forderte er auch\“eine gesetzliche Regelung für eine Beweislastumkehr bei überwiegender Wahrscheinlichkeit zugunsten der Betroffenen\“. Um Patienten besser zu schützen, müssten Praxen und Kliniken überdies\“zur aktiven Nutzung bestehender Meldesysteme für kritische Ereignisse verpflichtet werden\“. Bislang sei die Mitwirkung an sogenannten CIRS-Systemen freiwillig. Innerhalb von zehn Jahren wurden in sich beteiligenden Hausarztpraxen nur 500 Behandlungsfehler registriert.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Contentvon: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.