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Milchstraßenfotografie 2026: Jetzt beginnt die beste Zeit für spektakuläre Nachtaufnahmen

 

Mit dem Ende des Winters beginnt für viele Fotografen eine besondere Saison: die Zeit der Milchstraßenfotografie. Ab März wird das galaktische Zentrum der Milchstraße in Mitteleuropa wieder sichtbar – zunächst in den frühen Morgenstunden. Für Landschafts- und Astrofotografen eröffnet sich damit die Möglichkeit, beeindruckende Nachtaufnahmen mit der charakteristischen Struktur unserer Galaxie zu gestalten.

\“Viele Fotografen warten auf den Sommer, weil die Milchstraße dann höher am Himmel steht\“, erklärt Landschafts- und Astrofotografin Angelika Kolb-Telieps.\“Tatsächlich beginnt die fotografisch interessante Phase aber schon deutlich früher im Jahr.\“

Im Frühjahr erscheint das galaktische Zentrum zunächst flach über dem südöstlichen Horizont. Dadurch entsteht die typische bogenartige Struktur der Milchstraße, die sich besonders gut für Panoramaaufnahmen und weite Landschaftskompositionen eignet. Im Verlauf der Monate verschiebt sich die Sichtbarkeit zunehmend in die Nachtstunden, während die Milchstraße gleichzeitig höher am Himmel steht.

Entscheidend für erfolgreiche Aufnahmen ist jedoch nicht allein die Jahreszeit. Gute Bedingungen entstehen nur dann, wenn zwei Faktoren gleichzeitig erfüllt sind: Es muss echte astronomische Nacht herrschen und das galaktische Zentrum der Milchstraße über dem Horizont stehen.\“Das fotografisch nutzbare Zeitfenster entsteht ausschließlich durch die Überlappung dieser beiden Bedingungen\“, erklärt Kolb-Telieps. Mitte März liegt dieses Zeitfenster in Mitteleuropa nur für kurze Zeit in den frühen Morgenstunden. Je nach geografischer Lage kann es sich regional jedoch deutlich verschieben.

Neben der zeitlichen Planung spielen auch Standort und Lichtverschmutzung eine zentrale Rolle. Dunkle Orte mit freiem Südhorizont ermöglichen deutlich kontrastreichere Aufnahmen als Standorte in der Nähe größerer Städte. Auch der Mond kann die Sichtbarkeit der Milchstraße stark beeinflussen.

Für viele Einsteiger liegt die größte Herausforderung deshalb nicht in der Kameraeinstellung, sondern in der systematischen Planung geeigneter Zeitfenster und Standorte. Auf dieser Grundlage lassen sich gezielt Nächte auswählen, in denen sowohl Dunkelheit als auch eine günstige Position der Milchstraße gegeben sind.

Um Fotografen eine Orientierung zu geben, hat Kolb-Telieps einenMilchstraßenplanerfür das Jahr 2026 entwickelt, der die saisonalen Sichtfenster des galaktischen Zentrums für Mitteleuropa übersichtlich darstellt. Der Planer zeigt, wann sich die Milchstraße im Jahresverlauf besonders gut fotografieren lässt und welche Phasen für unterschiedliche Bildkompositionen geeignet sind.

Dieses Wissen vermittelt sie auch in ihrenWorkshopszur Landschafts- und Astrofotografie. Dort lernen Teilnehmer, wie sich geeignete Aufnahmezeiten planen lassen und wie die Milchstraße wirkungsvoll in Landschaftskompositionen integriert werden kann.

Posted by on 9. März 2026.

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Categories: Allgemein

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