Lehrerpräsident: KI in der Schule bedeutet Ende klassischer Hausaufgaben / Stefan Düll plädiert für Rückkehr zur Handschrift – kritisiert Kriminalisierung von Jugendlichen in Digital-Debatten

\“Alles, was außerhalb des Klassenzimmers passiert, könnte theoretisch mit oder von einer KI erledigt worden sein.\“Das sei für Lehrkräfte kaum kontrollierbar. Man müsse daher bei Hausaufgaben und in Prüfungen in unteren Klassen die Handschrift fordern, um Täuschung zu verhindern, so der Lehrerpräsident zu noz.
Auch betroffen seien umfangreiche Arbeiten, die außerhalb des Unterrichts entstehen – etwa Facharbeiten. Hier bleibe oft nur noch die Möglichkeit, die tatsächliche Leistung der Schüler im Gespräch zu überprüfen. Künftig müsse stärker der Entstehungsprozess abgefragt werden:\“Da darf ich gar nicht den Inhalt abfragen, sondern fragen: Wie kommst du zu dem Inhalt?\“
Zugleich warnt Düll davor, junge Menschen im Umgang mit neuen Technologien pauschal zu verurteilen. So, wie heute über Jugendliche gesprochen werde, pathologisiere und kriminalisiere man sie, sagte er mit Blick auf Debatten etwa über Social Media-Abhängigkeit oder KI-Nutzung.
Schüler seien durchaus in der Lage, digitale Angebote gewissenhaft zu nutzen, betonte Düll. Gesellschaft und Schule müssten akzeptieren, dass sich Kompetenzen zwischen Generationen verändern.\“Wir müssen ertragen können, dass die jungen Menschen von heute andere Kompetenzen entwickeln, als wir sie noch haben.\“
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