Kyocera stellt Inkjet-Druckkopf mit 1.500 Düsen vor

Der neue Tintenstrahldruckkopf soll den Einsatz der Tintenstrahltechnologie in einer Vielzahl industrieller Anwendungen erweitern, darunter fortschrittliche Fertigungsprozesse, Lackierung und 3D-Druck, die mit herkömmlicher Tintenstrahltechnologie bisher nur schwer zu realisieren waren.
Haupteigenschaften
1. Eine neue Aktuatorstruktur erweitert den verarbeitbaren Viskositätsbereich und erlaubt die präzise Erzeugung größerer Tropfenvolumina
2. Das optimierte Design des Flüssigkeitskanals ermöglicht höhere Viskositäten und größere Tröpfchen
Entwicklungshintergrund
In den letzten Jahren wächst der Druck auf die Fertigungsindustrie, neben der Verringerung der Umweltbelastung und des Materialabfalls auch die Produktionseffizienz zu verbessern, um eine nachhaltige Gesellschaft zu verwirklichen. Die Tintenstrahltechnologie gilt als besonders nachhaltig, da sie das bedarfsgerechte Versprühen gleichmäßiger, feiner Tröpfchen ermöglicht, was zu einer hohen Materialausnutzung und weniger Abfall führt.
Aufgrund dieser Eigenschaften gewinnt die Tintenstrahltechnologie als innovatives Fertigungsverfahren in Bereichen wie elektronischen Schaltungen, Halbleiterfertigungslinien und additiver Fertigung zunehmend an Bedeutung.(2) Darüber hinaus werden bei Lackieranwendungen in der Automobilindustrie praktische Tintenstrahlverfahren entwickelt, um kreativere Designs zu ermöglichen, den Arbeitsaufwand für Maskierungsprozesse zu reduzieren und den Lackverlust zu minimieren.
Mit Hilfe der Kenntnisse, die Kyoceraüber Jahre hinweg bei der Entwicklung von Tintenstrahldruckköpfen erworben hat – hohe Produktivität, hohe Auflösung und hohe Haltbarkeit -, ist es dem Unternehmen gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die das stabile Applizieren hochviskoser Materialien ermöglicht. Dank dieser Technologie sind nun Fertigungsprozesse, bei denen Farben und Materialien mit Viskositäten zum Einsatz kommen, die bisher mit der Tintenstrahltechnologie nur schwer zu verarbeiten waren, praxistauglich geworden.
Kyocera wird auch weiterhin innovative Technologien entwickeln, um die Umweltbelastung zu reduzieren, die Arbeitseffizienz zu steigern und die Digitalisierung der Fertigung voranzutreiben.
Eigenschaften
1. Eine neue Aktuatorstruktur erweitert den verarbeitbaren Viskositätsbereich und erlaubt die präzise Erzeugung größerer Tropfenvolumina
Durch die Nutzung des herkömmlichen piezoelektrischen Biege-Modus(3), hat Kyocera eine neue, eigens konzipierte Piezo-Aktuatorstruktur entwickelt, die die Spritzkraft verbessert. Diese Weiterentwicklung ermöglicht das stabile Spritzen von hochviskosen Materialien – bis zu 16-mal höher als mit der herkömmlichen Technologie von Kyocera – und bis zu 20-mal größere Tröpfchen. Damit eröffnet die Technologie die Erweiterung auf eine Vielzahl industrieller Anwendungen, darunter Lackieren und 3D-Druck, die bisher mit der Tintenstrahltechnologie nur schwer zu realisieren waren.
2. Das optimierte Design des Flüssigkeitskanals ermöglicht höhere Viskositäten und größere Tröpfchen
Bei zirkulierenden Druckköpfen für hochviskose Materialien war eine stabile Tintenausstoßung bislang eine große Herausforderung. Um dieses Problem zu lösen, hat Kyocera das Design der Flüssigkeitskanäle mithilfe firmeneigener Flüssigkeitssimulationen optimiert. Das Ergebnis ist eine stabile Tintenausstoßung, die sowohl zur Produktivitätssteigerung als auch zur Qualitätsverbesserung beiträgt.
Produktdetails:
– Auflösung: 360 dpi x 360 dpi
– Effektive Druckbreite: 111,69 mm
– Düsenanzahl: 1.584
– Viskosität(4): 80 mPa/s
– Tropfenvolumen(4): 280 pL
Mit dieser Technologie wird Kyocera auch weiterhin neue Optionen für industrielle Tintenstrahlanwendungen und eine nachhaltigere globale Umwelt schaffen.
Das Pressematerial steht unter nachfolgendem Link zum Download bereit:
https://spgroup.box.com/s/xsgo4moz8wuqqmhkgj8yzg28ccgn65d4
(1) Unter Tintenstrahldruckköpfen mit mehr als 1.500 Düsen, die Viskositäten von 80 mPa/s oder höher verarbeiten können; laut einer Studie von Kyocera von Januar 2026.
(2) Additive Fertigung bezeichnet eine Gruppe von Fertigungstechnologien, bei denen Materialien schichtweise zu dreidimensionalen Strukturen aufgebaut werden.
(3) Piezoelektrischer Biege-Modus: Ein Verfahren, bei dem ein Piezoaktor Tinte ausstößt, indem er die durch den piezoelektrischen Effekt erzeugte Auslenkung nutzt.
(4) Das Spritzen bei der oben angegebenen Viskosität und dem oben angegebenen Tropfenvolumen wurde unter den Bewertungsbedingungen von Kyocera bestätigt. (Die tatsächliche Spritzleistung kann je nach Flüssigkeitseigenschaften und Spritzbedingungen variieren.)
Categories: Allgemein
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