Krings: AfD kann Sachsen-Anhalt nicht gegen die Verfassung umbauen / Rechtsexperten von Union und SPD verweisen auf\“Bundeszwang\“als Ultima Ratio

Artikel 37 GG erlaubt es der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates bei Pflichtverletzungen eines Landes Maßnahmen zur Durchsetzung von Bundesrecht zu ergreifen. Zwangsmittel beschränken sich dabei im Kern auf administrative und polizeiliche Maßnahmen.\“Politisch ist der Bundeszwang ultima ratio\“, sagte die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carmen Wegge, gegenüber noz. Der Bundeszwang dürfe aber\“nicht von vornherein tabuisiert\“werden:\“Er ist Instrument einer wehrhaften Verfassungsordnung\“, betonte Wegge.
CDU/CSU-Rechtsexperte Krings wies mit Blick auf Sachsen-Anhalt zudem darauf hin, dass das Land\“vom Länderfinanzausgleich abhängig und damit unmittelbar auf unseren Gesamtstaat angewiesen\“sei. Gegenüber noz sagte Krings:\“Die EU macht hier vor, dass man die Teilnahme an solchen Finanzsystemen durchaus auch an klare Rechtsstaatskriterien binden könnte\“. Noch relevanter sei es,\“dass ein mit mehreren Milliarden Euro verschuldetes Land stets auf eine grundsätzlich wohlwollende Bewertung der Kapitalmärkte angewiesen ist. Und diese Märkte werden auch auf den Umgang mit dem Rechtsstaat achten\“, betonte der CDU-Rechtsexperte.
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