Korruptionsaffäre um Bonner Polizisten weitet sich aus – Verbindungen zum Kölner Drogenkrieg

Die Abfragen betrafen auch zentrale Akteure einer Kölner Drogenbande, die 2024 mit Sprengstoffanschlägen, Geiselnahmen und Mordversuchen versuchte, rund 350 Kilogramm geraubtes Marihuana im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro zurückzuerlangen.
Ausgewertete Chatverläufe legen enge Kontakte des Beschuldigten zu der Gruppe nahe. Der Kommissar hielt sich häufig in einer Shisha-Bar an der Keupstraße in Köln-Mülheim auf, in der Mitglieder der Gruppe verkehrten. Von dort aus soll er mit seinem Diensthandy personenbezogene Daten zu einschlägig vorbestraften Drogendealern aus dem Polizeisystem abgerufen haben.
Als Gegenleistung sollen Zahlungen zwischen 20 und 200 Euro pro Abfrage geflossen sein, meistüber PayPal. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Bestechung, der Strafvereitelung im Amt und des Verrats von Dienstgeheimnissen. Der Verteidiger des Beamten äußerte sich auf Anfrage nicht.
Nach Informationen des\“Kölner Stadt-Anzeiger\“steuern die Ermittlungen auf eine Anklage zu. Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer erklärte auf Anfrage lediglich, das Verfahren stehe\“kurz vor dem Abschluss\“. Zugleich bestätigte er, dass sich die Ermittlungen inzwischen auch gegen einen weiteren Polizeikommissar richten. Dieser soll auf Veranlassung des Hauptbeschuldigten eine falsche Strafanzeige gefertigt haben.
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.