Kommentar von\“nd.DerTag\“zur zunehmenden Entrechtung Geflüchteter

All das wird nach zahllosen Gesetzesverschärfungen in den EU-Mitgliedsstaaten, allen voran die Bundesrepublik, mit dem neuen Gemeinsamen Asylsystem der EU (Geas) nochmal auf die Spitze getrieben. Grundsätzlich beinhaltet es erst einmal eine Drohung: Mit Freiheitsentzug, Abschiebung, perspektivisch sogar mit der gerade von EU-Parlamentund -Rat abgesegneten sogenannten Drittstaatenregelung. In der entfällt das, was in der Bürokratensprache\“Verbindungselement\“genannt wird. Die Bedeutung des Begriffs: Menschen dürfen demnach künftig für Asylverfahren und Abschiebung in irgendein Land verfrachtet werden, zu dem sie keinerlei persönliche Verbindung haben.
Das einzig\“Positive\“: Ein Staat, der bereit ist zum Betreiben von Lagern für Menschen aus aller Welt, ist noch nicht gefunden. Die EU will sich einen entsprechenden Vertrag aber sehr viel kosten lassen. Im Zweifel viel mehr, als Unterbringung, Versorgung und Ausbildung von ankommenden Geflüchteten – und damit ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt, dem Fachkräfte fehlen -kosten würden.
Denn in der Asylpolitik geht es weder um\“Humanität\“, noch um\“Ordnung\“-Floskeln, die selbst die Grünen vom früheren CSU-Innenminister Seehofer übernommen haben. Es geht um Abschreckung, Disziplinierung, das Verbreiten von Angst. So wie auch bei den Verschärfungen im Sozialsystem. Menschen sollen gefügig gemacht werden, damit sie noch den letzten Drecksjob klaglos verrichten, auchillegal und im Zweifel ohne Lohn. Die Strategie: Dehumanisierung (\“die Zahlen müssen runter\“), Dämonisierung (der muslimische junge Mann als potenzieller Terrorist und Gefahr für\“unsere\“Töchter) dort gewesen sind. nsgesamt muss Deutschland 374 Plätze für die Grenzverfahren vorhalten. Die Zahl der Fälle dürfte gering bleiben : Im Jahr 2025 durchliefen in Deutschland 213 Personen ein\“Flughafenverfahren\“. In Ländern an den Außengrenzen des Schengenraums wird es deutlich mehr Grenzverfahren geben.nochmals zugespitzt. Innerhalb von Deutschland werden die neuen Verordnungen
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