KI und Ressourcenmangel wirken sich auf Einstiegsjobs aus

Die zentralen Ergebnisse imÜberblick:
– 16 % der Unternehmen erwarten in den kommenden drei Jahren eine steigende Stellenzahl für Berufseinsteiger:innen, 65 % mit einer gleichbleibenden Anzahl,
– Fast jedes fünfte (19 %) Unternehmen rechnet mit weniger Einstiegsstellen – in Großunternehmen sogar 32 %,
– Vor allem in der Industrie erwarten Unternehmen weniger Stellen für Berufsanfänger:innen (23 %); im Handel 20 %; in der Dienstleistungsbranche 15 %.
Unternehmen, die von sinkenden Einstiegsstellen ausgehen, nennen als wichtigsten Grund einen geringeren Personalbedarf (51 %). 38 % verweisen auf Automatisierung und Digitalisierung (z. B. KI). Weitere Gründe sind der Fokus auf Berufserfahrene (25 %), sinkende Bewerbungen von Berufseinsteiger:innen (24 %) sowie fehlende Ressourcen für die Einarbeitung (15 %).
Vier von zehn Unternehmen wollen Einstiegsaufgaben mit KI automatisieren
14 % der Befragten geben an, dass KI bereits klassische Aufgaben von Berufseinsteiger:innen im Unternehmenübernimmt. Für die kommenden drei Jahre rechnen damit 40 %. Die Unterschiede nach Unternehmensgröße sind deutlich: In Großunternehmen liegt der Anteil bei 63 %, in Kleinunternehmen erst bei 30 %.
\“Der Berufseinstieg ist eine Investition in die eigene Zukunftsfähigkeit. Wenn Unternehmen weniger Einstiegsstellen anbieten und gleichzeitig KI häufiger Aufgaben übernimmt, wird es umso wichtiger, dass die verbleibenden Einstiegsrollen eine klare Perspektive bieten – mit Aufgaben, die Lernen und Weiterentwicklung ermöglichen, und mit einer realistisch geplanten Einarbeitung\“, sagt Verena Menne, Group Director HR bei Randstad Deutschland.
Aufgabenprofileübersteigen häufig das Einstiegsniveau
Neben Personalbedarf und Automatisierung nennen 33 % der Unternehmen, die in Zukunft mit weniger Stellen für Berufseinsteiger:innen rechnen, dass die ausgeschriebenen Jobprofile zunehmend das Einstiegsniveau übersteigen. In dieselbe Richtung weisen weitere Angaben: 25 % wollen stärker auf Berufserfahrene setzen und 15 % berichten von fehlenden Ressourcen für die Einarbeitung.
\“Wenn immer mehr Aufgabenprofileüber dem Einstiegsniveau liegen und gleichzeitig Kapazitäten für Einarbeitung fehlen, wird der Berufseinstieg schnell zum Nadelöhr – und Unternehmen merken die Folgen oft erst später, wenn Nachwuchs für Fach- und Führungsrollen fehlt\“, sagt Verena Menne.\“Einarbeitung sollte deshalb als gezielte Investition in Fachkräfte betrachtet und genutzt werden, die immer schwieriger zu rekrutieren sind.\“
Über die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus derRandstad-ifo-HR-Befragung Q4 2025. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen.
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