Stärkung kritischer Infrastrukturen: Unternehmen stehen vor neuen Pflichten – und Chancen

\“Die Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes ist ein Meilenstein für die nationale Sicherheitsarchitektur. Angesichts zunehmender hybrider Bedrohungen, Spionage und Desinformation oder wie zuletzt in Berlin durch gezielte Sabotage, schafft das Gesetz den dringend benötigten Rahmen, um unsere zentralen Versorgungsstrukturen belastbarer zu machen.\“
Das Gesetz legt Mindestanforderungen fest, die für alle Sektoren gelten. Diese Anforderungen zielen insbesondere darauf ab, die physische Resilienz zu fördern und Versorgungseinrichtungen gegen gezielte Angriffe oder Katastrophen abzusichern. Unmittelbar betroffen sind Unternehmen, die mehr als 500.000 Menschen versorgen. Die Bundesländer können jedoch niedrigere Schwellen definieren. Die Anforderungen reichen von der Identifikation kritischer Dienstleistungen über Risiko- und Bedrohungsanalysen bis hin zu konkreten organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Schutzmaßnahmen.
\“Für viele Betreiber bedeutet das neue Gesetz vor allem Klarheit und Verbindlichkeit. Einheitliche Mindeststandards und ein sektorenübergreifender Ansatz ermöglichen es, Risiken konsistent zu bewerten und organisationale Resilienz systematisch zu steigern\“, betont Wilfried Knöpfle, zertifizierter KRITIS-Prüfer bei Nexia mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Wirtschaftsprüfung.
Neben den regulatorischen Neuerungen des KRITIS-Dachgesetzes steht nun die praktische Umsetzung bei den betroffenen Betreibern im Mittelpunkt. Die Vorgaben zu Mindeststandards, Risikoanalysen und Meldepflichten sind zwar komplex, bieten den Unternehmen aber zugleich die Chance, ihre Resilienz langfristig zu stärken.
Ingo Wolf betont die Bedeutung eines strukturierten Vorgehens:\“Mit dem KRITIS-Dachgesetz steigen die Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen erheblich. Gleichzeitig schafft der neue Rechtsrahmen endlich die nötige Orientierung. Wir unterstützen Unternehmen dabei, diese Vorgaben effizient und praxisnah umzusetzen. Dazu gehören fundierte GAP-Analysen, gesetzeskonforme Risikoanalysen sowie die Entwicklung robuster Resilienz- und Schutzkonzepte, die den neuen Mindestanforderungen entsprechen. Wir stellen uns den neuen Herausforderungen mit der fachlichen Tiefe und dem Qualitätsanspruch, der uns bei Nexia auszeichnet.\“
Da das Gesetz regelmäßige Überprüfungen und klare Meldewege vorschreibt, brauchen Organisationen belastbare Strukturen, definierte Verantwortlichkeiten und ein zuverlässiges Monitoring.
Mit Blick auf die operative Umsetzung ergänzt Wilfried Knöpfle:\“Ebenso begleiten wir unsere Kunden beim Aufbau von Melde- und Monitoring-Prozessen, damit die organisatorische und technische Resilienz nachhaltig gestärkt wird. Unser Ziel ist es, die neuen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nur zu erfüllen, sondern sie in einen echten Sicherheits- und Effizienzgewinn zu verwandeln. Um den hohen Anforderungen des KRITIS-Dachgesetzes gerecht zu werden, setzen wir bewusst auf zertifizierte Fachkräfte, dieüber langjährige Erfahrung verfügen. Durch die Verbindung aus regulatorischer Expertise, technischer Kompetenz und etablierten Prüfungsstandards bieten wir Unternehmen eine Unterstützung, die sowohl inhaltlich belastbar als auch auditfest ist. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass Betriebe ihre KRITIS-Pflichten nicht nur erfüllen, sondern nachhaltig und strategisch gestärkt daraus hervorgehen.\“
Damit wird deutlich: Die Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern ein strategischer Hebel für mehr Sicherheit und Stabilität im Betriebsalltag.
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