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Johanniter und Bundeswehr vereinbaren Privilegierte Partnerschaft / Johanniter-Unfall-Hilfe unterzeichnet Absichtserklärung mit dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr

 

Im Rahmen der sanitätsdienstlichen Übung\“Medic Quadriga\“2026 wurde am Freitag auf dem ExpoCenter Airport (BER) eine Absichtserklärung zur Feststellung einer privilegierten Partnerschaft zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), dem Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD) und dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr unterzeichnet.

Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Medientermins zur im Februar und März in Deutschland und Litauen stattfindenden Übung. Bei dieser wird die gesamte Rettungskette von der Versorgung von Verwundeten im Einsatzgebiet bis zur stationären Aufnahme in deutschen Kliniken erprobt.

Die Johanniter beteiligen sich mit einem Teil ihrer neu geschaffenen Verwundeten-Transportkomponente 100 (VTpK-JUH100) an derÜbung. Fünf Krankentransportwagen (KTW Typ A) der Komponente kamen konkret zum Einsatz und demonstrierten die Einsatzbereitschaft der Johanniter im Szenario einer großangelegten Lage.

Die Verwundeten-Transportkomponente umfasst bundesweit 100 Krankentransportfahrzeuge mit qualifiziertem Personal aus allen Verbänden der Johanniter. Sie ist darauf ausgelegt, Verwundete nach ihrer Ankunft in Deutschland zügig in geeignete Behandlungseinrichtungen zu transportieren und damit die nationale Patientensteuerung wirksam zu unterstützen. Die überwiegend ehrenamtlich besetzten Fahrzeuge stehen bis zu drei Monate zur Verfügung. Die Komponente ist eine zusätzliche Leistung; bestehende Dienste werden nicht beeinträchtigt.

Mit der jetzt formell bekräftigten Absichtserklärung vereinbaren die Johanniter und Malteser mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr, die Voraussetzungen für öffentlich-rechtliche Vereinbarungen zu schaffen. Diese sollen eine belastbare und langfristige mitwirkende Unterstützung des Zentralen Sanitätsdienstes durch JUH und MHD konkret und verlässlich regeln. Ziel ist es, die zivil-militärische Zusammenarbeit zu vertiefen und die gesamtstaatliche Vorsorge im Bereich Sanitätsdienst und Patientensteuerung zu stärken – unter Wahrung humanitärer Prinzipien und der Freiwilligkeit der mitwirkenden Hilfsorganisationen.

\“Die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen machen deutlich: Landes- und Bündnisverteidigung sind eine gesamtstaatliche Aufgabe. Eine funktionierende und belastbare zivil-militärische Zusammenarbeit mit den Johannitern und den Maltesern als großen zivilen Hilfsorganisationen ist heute wichtiger denn je. Die Verlässlichkeit ziviler Unterstützung in einem Verteidigungsszenario ist ein entscheidender Erfolgsfaktor\“, sagte Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

\“Mit der Aufstellung und dem heutigen Einsatz von fünf Fahrzeugen der Verwundeten-Transportkomponente zeigen die Johanniter konkret, wie wir Verantwortung für die Sicherheit und Resilienz unseres Landes übernehmen können – partnerschaftlich, pragmatisch und im Einklang mit unseren humanitären Werten. Die Feststellung der privilegierten Partnerschaft ist nun ein wichtiger und notwendiger Schritt, um die vereinbarte zivile Unterstützung dauerhaft und verlässlich in staatliche Krisen- und Verteidigungsszenarien einzubinden\“, sagte Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Hintergrund

Die Feststellung der privilegierten Partnerschaft schafft die Grundlage für die Ausarbeitung öffentlich-rechtlicher Verträge, in denen Verwendungsaufträge, Verhaltensregeln, die Finanzierung sowie datenschutz- und haftungsrelevante Regelungen für die mitwirkende Unterstützung vereinbart werden sollen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe handelt dabei im Rahmen der rechtlichen Ermächtigung gemäß § 5 DRK-Gesetz und achtet auf die Einhaltung humanitärer Grundsätze und des Grundsatzes der Freiwilligkeit.

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit mehr als 33.000 Beschäftigten, rund 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Pressekontakt:

Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
E-Mail: medien@johanniter.de

Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V.,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 6. März 2026.

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Categories: Allgemein

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