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Immobilien Marktbericht Frühjahr 2026 für das Berchtesgadener Land

 

Der Europace Hauspreisindex EPX zeigt sich zum Jahresende 2025 insgesamt stabil. Gestiegen sind die Preise aber nur noch bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen verlieren weiterhin an Wert.

Im Dezember 2025 gab es einen Abfall der Immobilienpreise in den Teilsegmenten Eigentumswohnungen sowie bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser – nur der Neubau verteuert sich weiter, wenn auch weniger rasant als noch im November.

Dahinter stecken kurzfristig gestiegene Finanzierungskosten und Zurückhaltung auf Käuferseite, so der Immobilienexperte Armin Nowak.

Die anziehende Nachfrage wurde durch verschiedene Faktoren gestützt – unter anderem durch den Wunsch vieler Haushalte nach inflationssicheren Sachwerten und staatlichen Förderprogramme für energetisches Bauen und Sanieren.

Hinzu kommt noch auf der Finanzierungsseite, dass ein guter energetischer Standard heute vielfach keine Option mehr ist, um bei Banken bessere Konditionen zu erzielen, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass eine Immobilie überhaupt finanzierbar bleibt, so die Aufsichtsratsvorsitzende Ursula Hölzl.

Ein neues Interview zeigt die Ursachen der anhaltenden Wohnungsnot auf. Der Wohnungsmarktexperte Reiner Braun erklärt, warum der Markt feststeckt. Der Empirica-Chef sagt auch, welche Schritte das Mietniveau langfristig senken könnten. Braun ist Vorstandsvorsitzender des Marktforschungsinstituts Empirica und forscht seit Jahrzehnten zu Wohnungsmärkten in Deutschland. Er erklärt, dass die hohen Mietenvor allem aus einem über viele Jahre gewachsenen Nachfrageüberhang entstehen. Zu wenig Bauland, lange Genehmigungswege und strenge Vorgaben bremsen den Neubau zusätzlich. Gleichzeitig klafft die Lücke zwischen Neuvertrags- und Bestandsmieten immer weiter auseinander. Es entsteht der sogenannte „Lock-in-Effekt“. Ist die Kluft zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten sehr groß, wollen immer weniger Mieter umziehen und bleiben in ihren Wohnungen, auch wenn diese nicht mehr zu ihren Bedürfnissen passen.

Für 2026 deutet im Berchtesgadener Land vieles auf ein Jahr der Sortierung hin: Kapital ist vorhanden, agiert aber selektiv. Nachfrage ist da, konzentriert sich jedoch auf Qualität. Und Erholung am Immobilienmarkt findet statt – allerdings nicht flächendeckend, sondern differenziert nach Lage, Nutzung und Managementqualität.

Posted by on 11. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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