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Handwerkskammer Mannheim würdigt drei Sachverständige für jahrzehntelanges Wirken

Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald hat beim diesjährigen Netzwerktreffen der Sachverständigen im Handwerk drei langjährige Gutachter für insgesamt 92 Jahre Sachverständigentätigkeit ausgezeichnet. Die Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen gehört zu den hoheitlichen Aufgaben der Kammer.Kammerpräsident Klaus Hofmann ehrte Dipl.-Ing. Klaus Erban aus Neckargmünd für 37 Jahre als Sachverständiger im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, Maurer- und Betonbauermeister Stefan Pfeifer aus Schriesheim für 30 Jahre im Maurer- und Betonbauerhandwerk sowie Sattlermeister Ralph Waskey aus Ketschfür 25 Jahre im Sattler- und Feintäschner-Handwerk. Stefan Pfeifer konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.Anerkennung für langes WirkenKlaus Erban war seit dem 30. Mai 1988 als Sachverständiger tätig. Als Diplom-Ingenieur verband er ingenieurtechnisches Wissen mit umfassender Praxiserfahrung im Bau- und Natursteinbereich. Darüber hinaus engagierte er sich stets für die Belange und die Weiterentwicklung seines Berufsstandes. Stefan Pfeifer ist Inhaber des traditionsreichen Familienunternehmens Pfeifer Bau in Schriesheim, das seit 1961 besteht und mittlerweile in dritter Generation geführt wird. Seit dem 7. Juni 1996 brachte er seine meisterliche Praxis und seine Erfahrung von der Baustelle in die Sachverständigenarbeit ein. Ralph Waskey stellte seit dem 7. Mai 2001 seinbreites Fachwissen in der Fahrzeugsattlerei, der Restaurierung historischer Fahrzeuge und der Polsterarbeit als unabhängiger Gutachter zur Verfügung. Auch er engagierte sich über die Gutachtertätigkeit hinaus im Innungs- und Verbandsbereich für seinen Berufsstand.Nachwuchs dringend benötigt„Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sind Garanten für Qualität, Neutralität und Fachkompetenz. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten steigt die Bedeutung unabhängiger, kompetenter Gutachten – ob bei Baumängeln, Versicherungsfällen oder Gerichtsverfahren\“, sagte Präsident Hofmann bei der Veranstaltung. Er verwies zugleich auf die wachsenden Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung: Die Zahl handwerklicher Sachverständiger sei seit Jahren leicht rückläufig, in einigen Gewerken könne der Bedarf bereits nicht mehr vollständig abgedeckt werden. Dieses wichtige Feld dürfe man nicht anderen Marktteilnehmern überlassen. „Nutzen Sie selbst Gelegenheiten, um für Ihre Tätigkeit zu werben“, forderte der Präsident die anwesenden Sachverständigen zur Nachwuchswerbung auf.Vorträge: Entschädigung und WerbungNeben den Ehrungen bot das Netzwerktreffen ein Fachprogramm mit zwei Vorträgen. Bezirksrevisorin Andrea Rohr vom OLG Karlsruhe und Erste Amtsinspektorin Linda Palazzo vom Landgericht Mannheim informierten über die Sachverständigenentschädigung nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG), das zum 1. Juni 2025 neue Honorarsätze erhalten hat. Rechtsanwalt Marvin Dinges beleuchtete unter dem Titel „Neutral. Kompetent. Sichtbar.\“ die Möglichkeiten und Grenzen moderner Sachverständigenwerbung aus richterlicher Sicht.Das jährliche Netzwerktreffen ist fester Bestandteil der Arbeit der Handwerkskammer für das Sachverständigenwesen in der Region. Es dient dem fachlichen Wissenstransfer, dem kollegialen Erfahrungsaustausch und der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Bei einem anschließenden Imbiss nutzten die Sachverständigen die Gelegenheit zum persönlichen Dialog.Kontakt für Interessierte:Sophie KranwetvogelTel. 0621 18002-121sophie.kranwetvogel@hwk-mannheim.de

Posted by on 27. Oktober 2026.

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Categories: Allgemein

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