Handicap International e. V. (HI) warnt: GEAS-Umsetzungsgesetze vernachlässigen Rechte geflüchteter Menschen mit Behinderungen

\“Das Parlament hätte den Kurs der Bundesregierung korrigieren können. Diese Chance wurde vertan\“, erklärt Sophia Eckert, politische Referentin im Programm Crossroads von Handicap International e. V.\“Bewegungsbeschränkungen, die faktisch Haft bedeuten, bleiben für Menschen mit Behinderungen zulässig. Das gefährdet ihre Diagnostik und Versorgung. Sie können ihr Recht auf Gesundheit und ein faires Asylverfahren auf diese Weise kaum wahrnehmen.\“
Lückenhafte Umsetzung und fehlende Identifizierung
Schutzgarantien für Menschen mit Behinderungen aus der neuen EU-Aufnahmerichtlinie sind nur lückenhaft oder gar nicht umgesetzt. Klare gesetzliche Vorgaben zu einem verbindlichen und effektiven Mechanismus zur Feststellung besonderer Vulnerabilitäten fehlen weiterhin. Ohne eine systematische Identifizierungbleiben Behinderungen häufig unerkannt – mit direkten Folgen für Unterbringung, Versorgung und Verfahrensgarantien.
HI – Crossroads fordert die Bundesländer und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf, ihrerseits der Verantwortung bei der GEAS-Umsetzung gerecht zu werden. Die Ansprüche geflüchteter Menschen mit Behinderungen aus den europarechtlichen Vorgaben und der UN-BRK sind konsequent umzusetzen.
Handicap International (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt weltweit Menschen mit Behinderung und besonders Schutzbedürftige. Crossroads ist das Programm von Handicap International e. V. für die Verbesserung der Lebenssituation von nach Deutschland geflüchtetenund migrierten Menschen mit Behinderungen.
Pressekontakt:
Handicap International – Crossroads
Wendy Taranowski
Referentin Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
01578 069 18 59
w.taranowski@hi.org
Original-Content von: Handicap International – Crossroads,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
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