Fitnessboom in Deutschland: Branche knackt 12-Millionen-Marke– aktuelle Studie zeigt Rekordwerte für Mitglieder und Umsatz

Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche setzt ihren Wachstumskurs fort und erreicht neue Bestwerte. Dies zeigt die aktuelle Studie„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, die der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) veröffentlicht hat.Mit 12,36 Millionen Mitgliedern, einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro und 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen präsentiert sich die Branche wirtschaftlich stark und gesellschaftlich relevanter denn je.Damit erreicht die Branche erneut ein Rekordniveau– sowohl bei der Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsangeboten als auch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.Fitness- und Gesundheitstraining gewinnt weiter an gesellschaftlicher BedeutungDer anhaltende Mitgliederzuwachs verdeutlicht, dass Fitness- und Gesundheitstraining für immer mehr Menschen ein fester Bestandteil ihres Lebensstils geworden ist.Ralf Capelan, Mitglied des Vorstands und Schatzmeister des DSSV, ordnet die Entwicklung ein:„Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Fitness- und Gesundheitstraining für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist. Unsere Branche leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland.“Die steigende Nachfrage unterstreicht zugleich die Rolle der Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen als zentrale Akteure im Präventions- und Gesundheitsmarkt.Wirtschaftliche Stärke trotz herausfordernder RahmenbedingungenAuch wirtschaftlich zeigt sich die Branche weiterhin stabil. Mit einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro erreicht der Markt einen neuen Höchstwert.Der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag liegt branchenweit bei 48,55 Euro (brutto). Dabei zahlen Mitglieder in Kettenanlagen durchschnittlich 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro, während Special-Interest-Studios im Schnitt 80,02 Euro pro Monat verlangen.Karsten Hollasch, Partner bei Deloitte und Co-Autor der Studie, erklärt: „Die Fitnessbranche zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Bereitschaft der Menschen hoch, in ihre Gesundheit zu investieren. Das unterstreicht die langfristige Wachstumsdynamik und die zunehmende Bedeutung der Branche.“Aggregatoren treiben Marktdurchdringung weiter voranAuch Aggregatoren gewinnen in der deutschen Fitnesswirtschaft weiter an Bedeutung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur erweiterten Marktdurchdringung. Im Jahr 2025 trainieren zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über Aggregatorenmodelle in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Werden diese Mitglieder berücksichtigt, steigt die Gesamtzahl der Trainierenden auf 13,83 Millionen. Dies entspricht einer Reaktionsquote von rund 16,5 Prozent. Aggregatoren sind im Markt fest etabliert: 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland sind bereits an mindestens ein entsprechendes Netzwerk angebunden. Die Entwicklung zeigt, dass Aggregatoren neue Zielgruppen erschließen und den adressierbaren Markt vergrößern, ohne klassische Mitgliedschaften primär zu substituieren.Qualifiziertes Personal als zentraler ErfolgsfaktorMit rund 167.100 Beschäftigten zählt die Fitness- und Gesundheitsbranche zu einem bedeutenden Arbeitgeber im Dienstleistungssektor. Besonders hervorzuheben ist die hohe Investitionsbereitschaft in die Personalentwicklung: 95,3 Prozent der Anlagenbetreiber investieren in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.Für Janosch Marx, 2. Vorsitzender des DSSV, ist dies entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche: „Gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind die Kompetenzträger der Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die hohe Weiterbildungsquote zeigt, dass die Branche konsequent in ihr Personal investiert und damit die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Betreuung und nachhaltigen Erfolg schafft.“Hohe Investitionsbereitschaft und moderne AnlagenNeben der Ausbildung ihres Personals investieren Betreiber weiterhin stark in ihre Anlagen und Infrastruktur. Im Jahr 2025 belief sich das Investitionsvolumen der Branche auf rund 798 Millionen Euro (netto), wasüber alle Anlagen hinweg durchschnittlich Investitionen in Höhe von 83 Tausend Euro (netto) pro Anlage entspricht.Rund 80 % der Betriebe planen im Jahr 2026 Investitionen zu tätigen. Diese Entwicklung zeigt, dass Betreiber kontinuierlich daran arbeiten, Trainingsbedingungen, Servicequalität und Kundenerlebnis weiter zu verbessern.Fitness als wichtiger Baustein der PräventionDie Ergebnisse der Studie verdeutlichen außerdem den hohen gesundheitlichen Mehrwert regelmäßigen Kraft- und Ausdauertrainings. Fitness- und Gesundheitstraining trägt maßgeblich zur Prävention zahlreicher Zivilisationskrankheiten bei und gewinnt daher auch gesundheitspolitisch zunehmend an Bedeutung.Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin Wissenschaft und Forschung an der DHfPG, betont:„Regelmäßiges Training in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Gesundheit ist für Einige dabei nur der „positive Nebeneffekt“, für viele aber zentrales Trainingsmotiv.Positive Perspektiven für die kommenden JahreDie Studie macht deutlich: Die Fitness- und Gesundheitsbranche befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Steigende Mitgliederzahlen, hohe Investitionsbereitschaft und eine zunehmende gesellschaftliche Bedeutung bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Marktes.Die vollständige Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“ ist für Pressevertreter auf Anfrage beim DSSV e. V. erhältlich.Methodik der StudieDie Anzahl der Anlagen wurdeüber eine Vollerhebung bestimmt. Grundlage hierfür war der umfassende und kontinuierlich gepflegte Adresspool des DSSV, der durch zusätzliche Recherchen des DSSV, von Deloitte sowie der DHfPG ergänzt wurde. In der Eckdatenstudie 2026 wurden zudem erstmals Daten des Fachverlags fitness MANAGEMENTberücksichtigt. Dieser setzt seit 2024 eine technische Schnittstelle ein, die einen systematischen Abgleich der Erhebungsdaten mit den in Google Maps verfügbaren Informationen ermöglicht. Durch diese erweiterte und präzisierte Form der Datengewinnung konnte die Datenbasis weiter verbessert werden. Dadurch wurdenAnlagen identifiziert, die bislang nicht in der Grundgesamtheit enthalten waren. Die beobachteten Veränderungen einzelner Kennzahlen – insbesondere der Anlagenzahl – resultieren daher sowohl aus der tatsächlichen Marktentwicklung als auch aus der technisch bedingten Erweiterung der Datengrundlage.Über die StudienpartnerDSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-AnlagenDer DSSV wurde 1984 gegründet und ist heute der größte Arbeitgeberverband der Fitness- und Gesundheitsbranche in Europa. Als Spitzenverband der deutschen Wirtschaft ist er Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und über BusinessEurope auch auf europäischer Ebene vertreten. Der DSSV versteht sich als verantwortungsvoller Sozialpartner und bringt seine fachliche Expertise in sozial- und bildungspolitische Prozesse ein. Seit über vier Jahrzehnten engagiert sich der Verband dafür, die Interessen der Fitnesswirtschaft nachhaltig zu vertreten und ihre gesellschaftliche Bedeutung sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anerkennung von Fitness- und Gesundheitsanlagen als fester Bestandteil des Gesundheitssystems sowie die Weiter-entwicklung und Stärkung des Marktes in Deutschland.Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)Die DHfPG ist eine unbefristet akkreditierte, staatlich anerkannte private Hochschule mit Spezialisierung auf duale Bachelor- und Master-Studiengänge in den Bereichen Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement, Sportökonomie, Sport- und Bewegungstherapie, Fitnesstraining, Ernährungsberatung, Prävention und Gesundheitsmanagement sowie Sport-/Gesundheitsinformatik. Zudem bietet sie ein Graduiertenprogramm sowie mehr als 100 Hochschulweiterbildungen an. Die DHfPG qualifiziert derzeit rund 8.000 Studierende und mehr als 4.300 Unternehmen setzen auf die Studiengänge beim Themenführer der Branche. Die mehrfach als „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“ ausgezeichnete DHfPG gehört zu den größten privaten Hochschulen in Deutschland.DeloitteDeloitte bietet führende Prüfungs- und Beratungsleistungen für nahezu 90 Prozent der Fortune Global 500®- Unternehmen und Tausende von privaten Unternehmen an. Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Ihre Mitarbeitenden liefern messbare und langfristig wirkende Ergebnisse, die dazu beitragen, das öffentliche Vertrauen in die Kapitalmärkte zu stärken, und ihre Kunden bei Wandel und Wachstum unterstützen. Deloitte baut auf eine über 180-jährige Geschichte auf und ist in mehr als 150 Ländern tätig. Erfahren Sie mehr darüber, wie die über 470.000 Mitarbeitenden zusammenarbeiten, um das Leitbild „making an impact that matters“ täglich zu leben: www.deloitte.com/de.
Posted by on 18. März 2026.
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