EU-Freiwilligendienste: Eines der erfolgreichsten Angebote für junge Menschen in der EU wird 30

Die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn würdigt das Jubiläum der EU-Freiwilligendienste am 18. März gemeinsam mit JUGEND für Europa, der Nationalen Agentur für die Umsetzung von Erasmus+ Jugend, Erasmus+ Sport und dem Europäischen Solidaritätskorps mit einem Festakt.
Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge sieht im europäischen Freiwilligenengagement eine stille Kraft der Solidarität, der Resilienz und des Lernens, die seit über 30 Jahren besteht. Für Glenn Micallef, EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport bedeutet das Europäische Solidaritätskorp eine Brücke zwischen den Generationen, mit der die Energie junger Menschen mit den beständigen Werten Europas wie Empathie, Sinn für Gemeinschaft und Tatkraft verbunden ist.
Stefan Lock, Leiter der Regionalvertretung Bonn sagte:\“Von vornherein waren die EU-Freiwilligendienste durch und durch europäisch angelegt. Drei Jahrzehnte, in denen junge Menschen Europa hautnah erlebt, Grenzen überwunden und sich für Gemeinschaft und Solidarität eingesetzt haben. Wir feiern dieses Erbe in diesem Jahr und möchten das Programm noch mit vielen weiteren Generationen junger Menschen fortsetzen.\“
Europäische Vielfalt im täglichen Miteinander erleben
Die EU-Freiwilligenprogramme verfolgen ein ambitioniertes Ziel: Sie wollen junge Menschen befähigen, aktive und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger Europas zu werden. Durch ihren Einsatz in gemeinnützigen Projekten im Ausland erwerben Freiwillige interkulturelle Kompetenzen, Sprachkenntnisse und soziale Fähigkeiten, die weit über das hinausgehen, was formale Bildung vermitteln kann. Sie erleben europäische Vielfalt nicht abstrakt, sondern im täglichen Miteinander – und entwickeln dabei ein tiefes Verständnis für andere Lebensweisen, Perspektiven und Herausforderungen.
Gleichzeitig stärken die Programme das Selbstvertrauen und die Eigeninitiative junger Menschen: Wer erfahren hat, dass das eigene Engagement einen Unterschied macht, trägt diese Haltung ein Leben lang weiter. So entstehen Netzwerke über Grenzen hinweg, Freundschaften zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und eine Generation, die europäische Werte wie Solidarität, Toleranz und demokratische Teilhabe nicht nur kennt, sondern lebt.
Freiwilliges Engagement als Baustein der Strategie für eine krisenfeste EU
Die Wirkungen der EU-Freiwilligenprogramme reichen weitüber das individuelle Engagement hinaus. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungen und zunehmender Naturkatastrophen gewinnt die gesellschaftliche Resilienz zentrale Bedeutung. Die im März 2025 vorgestellte EU-Strategie zur Prävention und Reaktion auf zukünftige Bedrohungen und Krisen verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Freiwilligenarbeit ist dabei ein Schlüsselelement: Sie fördert eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung und befähigt Bürgerinnen und Bürger, auch in Krisensituationen aktiv und solidarisch zu handeln. Junge Freiwillige werden so zu Akteuren für eine europäischen Krisenresilienz.
Der Festakt
Zum Festakt in Bonn werden Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments, des Landes Nordrhein-Westfalen sowie ehemalige und aktuelle europäische Freiwillige 30 Jahre EU-Freiwilligendienste mit Interviews und persönlichen Geschichten sowie einer multimedialen Revue passieren lassen.
Pressekontakt:
Pressekontakt JUGEND für Europa: Frank Peil, Tel.: 0173 4138251
Pressekontakt Vertretung: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820
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