Ein Tempel der Wolle: Texels neue Wollkathedraleöffnet ihre Pforten

100% Handarbeit
Als regionales Baumaterial für die einzigartige Wollkathedrale diente die Rohwolle von rund 150 Texeler Schafen. Sie wurde zunächst vor Ort gesponnen und danach per Stricknadel in neun Meter lange Bahnen verarbeitet. Insgesamt 48 dieser Wollpaneele entstanden auf diese Weise unter den Händen der fleißigen Helfer. Viele von ihnen stammen von der Insel, einige lieferten aber auch während ihres Besuchs auf Texel ihren Beitrag zu diesem einzigartigen Gemeinschaftsprojekt.
Ode an die Schafswolle
Für Ericka Voortman ist die Wollkathedrale eine Ode an ein vergessenes Naturprodukt. Während Schafswolle früher Basis für viele Textilien war, hat sie heute kaum noch wirtschaftlichen Wert. So können die Texeler Schafbauern mit ihrer Wolle kein Geld mehr verdienen. Mit ihrem Kunstprojekt möchte Voortman die Wolle zu ihrem ursprünglichen Wert verhelfen, indem sie sie sichtbar macht und Besucher die wohltuende Wirkung dieses besonderen Materials hautnah erleben lässt.
Kunst in der Kirche
Heimat der Wollkathedrale ist die ehemalige reformierte Kirche, die sich an der Peperstraat in Oosterend befindet. Das Gebäude wurde im Jahr 1897 errichtet und diente bis 2004 als Gotteshaus. Im Jahr 2005 wurde die Kirche entweiht und an eine Wohnungsbaugenossenschaft verkauft. Die Wollkathedrale macht die ehemalige Kirche erneut zu einem Ort, an dem man ebenso Ruhe und Einkehr wie auch Inspiration und einen neuen Blick aufs Leben finden kann.
Making-of
Die Wollkathedrale ist bis Ende des Jahres geöffnet und kann täglich von 12 bis 15 Uhr besucht werden. Einblicke in die Entstehung der Wollkathedrale findet man zudem in diesem Making-of-Video:https://vimeo.com/1163962486
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