ÖDP-Beitrag zur Rentenreform:„Kindererziehung ohne Risiko für Altersarmut.\“

Familientherapeutin Irmi Staehler kritisiert als stellvertretende Vorsitzende desÖDP-Bundesarbeitskreises „Familie und Soziales\“ohnehin den in der Renten-Reformdebatte verwendeten Begriff„Mütterrente\“:„Diese Bezeichnung suggeriert, dass Mütter, die für die Betreuung ihrer Kinder mehrere Jahre aus ihrer Erwerbstätigkeit ausgestiegen sind, dafür eine eigenständige und auskömmliche Rente erhalten. Das ist keineswegs der Fall. Tatsächlich erhält der Elternteil, dem die Kindererziehungszeiten rentenrechtlich zugeordnet sind, nach der beschlossenen Anhebung derzeit maximal 127,56 Euro monatlich pro Kind. Das entspricht gerade einmal gut vier Euro pro Tag für eine Erziehungsleistung, ohne die unsere Gesellschaft und unsere sozialen Sicherungssysteme keine Zukunft hätten. Von einer ‚Mütterrente zu sprechen, ist daher irreführend und stellt unser Rentenrecht für Mütter besser dar, als es ist.\“DieÖDP fordert im Gegensatz zum aktuell diskutierten Reformversuch vielmehr ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt für Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen. Dadurch würden nicht nur eigenständige Rentenanwartschaften entstehen, sondern zugleich dasArmutsrisiko von Familien deutlich verringert.
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