Debatte um Krankenstand: Holetschek fordert strengere Regulierung gewerblicher eAU-Anbieter

Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag:
\“Telefonische Krankschreibungen durch Hausärztinnen und Hausärzte müssen weiter möglich sein, doch digitale Angebote für bislang unbekannte Patienten müssen deutlich strenger reguliert werden. Die steigende Zahl der Krankschreibungen ist kein Zufall. Die Experten sind sich weitgehend einig: Der starke Anstieg hängt vorallem mit der elektronischen Krankschreibung zusammen. Problematisch sind vor allem anonyme gewerbliche Anbieter, bei denen faktisch jeder eine AU erhält. Eine Erstkrankschreibung bislang unbekannter Patienten via Videosprechstunde, Telefon oder Chat darf es einfach nicht geben. Manche Krankschreibung via App wirkt eher wie eine Eintrittskarte in einen freien Tag als eine echte medizinische Prüfung. Krankschreibungen gehören vor allem in die Verantwortung der Hausärzte, denn in der Regel kennen sie ihre Patienten seit vielen Jahren. Ihre Praxen sind Vertrauensorte, keine anonymen Callcenter. Genau diese Strukturen müssen wir stärken, wenn wir Fehlentwicklungen korrigieren wollen.\“
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