Bezirk Neukölln geht gegen Kurzzeitmieten vor

Das hat der Neuköllner Stadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann (Bündnis 90 /Grüne), im Interview mit der Redaktion rbb24 Recherche gesagt.
In dem Fall geht es um ein Haus im Milieuschutzgebiet\“Flughafenstraße/Donaustraße\“. Dort wurden 14 Wohnungen in kleinere Einheiten aufgeteilt, die maximal eine Fläche von elf Quadratmetern haben. Die Miete beträgt pro Einheit bis zu 700 Euro. Die Verträge für diese Mikro-Apartments gelten für höchstens ein Jahr – damit unterliegen sie nicht der Mietpreisbremse.
Nach Auffassung des Bezirks ist dieses Geschäftsmodell im Milieuschutzgebiet unzulässig, da es dazu beiträgt, die angestammte Bevölkerung zu verdrängen. Die Vermieterin hat gegen das Verbot Widerspruch beim Bezirk eingelegt. Der zuständige Stadtrat geht davon aus, dass der Fall vor dem Verwaltungsgericht landet. Beim Erfolgwäre es ein Präzedenzfall. Die Bezirke könnten dann künftig in allen Milieuschutzgebieten Kurzzeitvermietungen verbieten.
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