Amateurschiedsrichter wird verdächtigt, Gewalttaten nach Heiratsantrag vorgetäuscht zu haben – Polizei durchsucht Haus

Seine Schilderungen des Vorfalls hat bundesweite Aufmerksamkeit erregt. Vor allem in den sozialen Medien verbreitete sich die Geschichte schnell. Möglicherweise ging es bei den Attacken um ein homophobes Motiv, wurde spekuliert. Oder um Unterschlagungsvorwürfe, die ein früherer Arbeitgeber gegen Kaiser in den Tagen nach dem Heiratsantrag auf Instagram erhoben hatte. Der 1. FC Köln hatte die angeblichen Gewaltaktionen gegen Kaiser scharf verurteilt:\“Der blanke Hass, der hinter dieser feigen Attacke steckt, bestätigt auf abscheuliche Art und Weise, wie wichtig unser Engagement als FC-Familie gegen jegliche Form von Gewalt ist\“, schrieb der Verein auf\“Instagram\“.
Nach Informationen des\“Kölner Stadt-Anzeiger\“haben IT-Forensiker der Polizei bei den Ermittlungen Erkenntnisse gewonnen, dass die angeblichen Droh-Mails vor den Angriffen womöglich durch Kaiser oder seinen Partner fingiert worden sein könnten. Etliche Datenträger wurden sichergestellt, darunter die Handys der Tatverdächtigen. Auf Anfrage der Zeitung bestätigte die Staatsanwaltschaft Köln,\“gegen einen in Wermelskirchen wohnhaften Mann Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Vortäuschens von Straftaten aufgenommen\“zu haben.\“Er ist verdächtig, Körperverletzungsdelikte zu seinem Nachteil vorgetäuscht und zuvor vermeintlich an ihn gerichtete Drohnachrichten selbst verfasst und abgesandt zu haben\“, so der Sprecher der Behörde. Deshalb habe eine\“Durchsuchung der Wohnräume des Beschuldigten stattgefunden, anlässlich derer Beweismittel sichergestellt worden sind\“. Ob es sich bei dem Beschuldigten um den Amateur-Schiedsrichter handelt, dazuäußerte sich der Sprecher\“mit Blick auf die im Ermittlungsverfahren geltende Unschuldsvermutung und von mir zu wahrende Persönlichkeitsrechte Verfahrensbeteiligter ausdrücklich nicht\“.
Zum jetzigen Zeitpunkt würden\“keine Fragen zu dem mutmaßlichen Sachverhalt, zu etwaigen Erklärungen gegenüber Ermittlungsbehörden oder zu sonstigen Details beantwortet\“, teilte der Anwalt des Fußball-Schiedsrichters mit.\“Aus einer Nichtäußerung\“könnten jedoch\“keinerlei Rückschlüsse gezogen werden\“.
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