Abkommen bietet große Chancen zur Markterschließung / Brossardt:\“Zölle aufüber 90 Prozent der EU-Warenexporte nach Indien fallen weg\“

\“Durch den Wegfall der Zölle auf über 90 Prozent der Warenexporte der EU bietet das Abkommen neue Absatzmöglichkeiten. Zölle auf den Großteil von Maschinen und elektrischen Ausrüstungen werden von 44 Prozent auf null Prozent sinken. Die Zölle im Bereich Luft- und Raumfahrzeuge werden ebenfalls für die meisten Produkte eliminiert. Auch die Medizintechnik wird profitieren, da Zölle auf 90 Prozent der optischen, medizinischen und chirurgischen Ausrüstung abgeschafft wurden. Kritisch sehen wir das Kontingent von 250.000 Fahrzeugen. Trotzdem kann die Automobilindustrie davon profitieren, dennderen Exporte nach Indien sind derzeit noch mit Zöllen von bis zu 110 Prozent belegt. Für Fahrzeuge werden diese künftig auf zehn Prozent sinken, für Autoteile werden Zölle schrittweise komplett abgeschafft,\“so Brossardt.
Das Freihandelsabkommen stellt das bislang größte beider Seiten dar und eröffnet einen Markt mit einer Bevölkerung von über 1,45 Milliarden Menschen. Indien zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt von über vier Billionen US-Dollar zu den größten Volkswirtschaften weltweit. Die Wirtschaft des Schwellenlandes zeichnet sich zudem durch eine sehr hohe Wachstumsdynamik aus.\“Bis 2030 gehen wir von einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von rund sechseinhalb Prozent pro Jahr aus. In der Folge wird Indien in den kommenden Jahren Deutschland und Japan in der Rangliste der global größten Volkswirtschaften überholen und auf Rang 3 klettern\“, erläutert Brossardt und ergänzt:\“Indien hat als Absatzmarkt für bayerische Produkte stark an Bedeutung gewonnen, die Ausfuhren legten zwischen 2015 und 2024 um über 60 Prozent zu. Im Vergleich zu den USA und China ist das Exportvolumen jedoch weiter gering. Umso wichtiger ist es jetzt, bestehende Handelsbeschränkungen abzubauen und das Potenzial desindischen Marktes voll auszuschöpfen.\“
Laut vbw muss Europa mit Blick auf die industrielle Expansion Chinas und die angespannten transatlantischen Beziehungen Einigkeit und Stärke demonstrieren.\“Wir sindüberzeugt, dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen Wirtschaftsraum und unsere bayerische Volkswirtschaft stärker macht. Deswegen setzen wir auf eine zügige Ratifizierung des Abkommens ohne unnötige Verzögerungen\“, betont Brossardt abschließend.
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