Zehn Jahre Good News Magazin: Wie aus einer Grillparty Deutschlands erstes und größtes Magazin für Positiven Journalismus wurde
„Ich habe damals bei einem Grillabend eine gute Nachricht erzählt“, erinnert sich Mitgründer David Gaedt. „Ein Freund meinte sofort: ‚Boah, endlich mal was Positives.‘ Das hat mich nicht mehr losgelassen. Am nächsten Tag habe ich die Facebook-Seite gestartet. Dahinter steckte kein großer Plan. Ich hatte einfach das Gefühl, dass sich mehr Menschen positive Nachrichten wünschen.“
Aus dem Hobbyprojekt entstand Schritt für Schritt ein professionelles Medienunternehmen. 2020 entwickelte David Gaedt gemeinsam mit Florian Vitello und Lucia Oiro das reine Social-Media-Projekt weiter. Sie bauten Redaktion, Website, Newsletter und den Podcast „Weltaufgang“ auf. Später kam das Printmagazin dazu, das seit Dezember 2022 viermal jährlich erscheint und nachhaltig bei dieUmweltDruckerei gedruckt wird. Heute arbeiten mehr als 30 Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen am Good News Magazin mit.
„Es war Fluch und Segen zugleich, dass wir zuerst nur auf Reichweite gesetzt haben“, ruft sich Gaedt ins Gedächtnis. „Dadurch konnten wir unglaublich schnell wachsen. Später mussten wir jedoch lernen, wie man aus einer Social-Media-Community eine langfristige Mitgliederbasis aufbaut, die auch an zahlungspflichtigen redaktionellen Inhalten interessiert ist.“
Rund 2.000 Menschen unterstützen das Projekt inzwischen über Mitgliedschaften und Abonnements. Besonders wichtig ist dem Team dabei die sogenannte „Karma-Mitgliedschaft“: Mitglieder finanzieren damit Abos für Menschen, die sich das Magazin sonst nicht leisten könnten.
Ein wichtiger Wendepunkt war laut der Gründer die Corona-Pandemie. „Ich schrieb den ersten Artikel unseres Online-Magazins über Dinge, die in der Pandemie Mut machten. Dieser Artikel wurde hunderttausende Male aufgerufen und schlug zu Zeiten des Lockdowns richtig ein. Das hat uns gezeigt, welches Potenzial Positiver Journalismus haben kann“, erinnert sich Mitbegründer Florian Vitello.
„Wir merken immer wieder, wie sehr gute Nachrichten Menschen emotional entlasten können“, sagt Lucia Oiro. „Viele fühlen sich von klassischen Nachrichten ohnmächtig oder ausgelaugt. Wir wollen zeigen, dass es gleichzeitig unglaublich viele Menschen, Organisationen und Ideengibt, die die Welt besser machen.“
Dabei setzt das Magazin bewusst auf Kooperationen mit nachhaltigen und sozial engagierten Unternehmen.„Unsere Werte bleiben zentral“, betont Gaedt. „Wir arbeiten nur mit Partnern zusammen, die zu unserer Haltung passen. Es geht nicht darum, Reichweite zu erzeugen, sondern positiven Wandel sichtbar zu machen. Schon als Kind habe ich immer gesagt, dass ich später etwas machen möchte, das Menschen und Tieren guttut“, schmunzelt Gaedt. „Ich glaube, genau das leisten wir heute mit dem Good News Magazin. Wenn wir es schaffen, dass Menschen wieder mehr Hoffnung spüren und selbst aktiv werden, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Auch für die kommenden Jahre bleibt die Mission klar: mehr Menschen erreichen, unabhängiger durch Mitglieder wachsen und Positiven Journalismus
Categories: Allgemein
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