Wie funktioniert Jugendbeteiligung im Vogelsbergkreis?

Wasser für unterwegs, ein Podcast oder die Jugendbeteiligung im Vogelsbergkreis: Das Wochenendseminar des Kreisjugendparlaments Ende September hält für die Abgeordneten einiges parat. Denn für die drei Tage in der Jugendherberge am Hoherodskopf haben sich die Parlamentarier unter anderem die Planungen eines Trinkwasserspenders in Romrod, die Weiterarbeit am KJP-Podcast „Politastisch“ und die Gestaltung von neuen Merchandise-Artikeln vorgenommen. Auch eine Dialogrunde mit „Miteinander in Hessen“ unter dem Titel „‚Lass mal reden!‘ – Wie klappt unser Zusammenleben?“ steht auf dem Programm. Dieses beschäftigt sich unter anderem mit dem mit dem großen Thema „Miteinander“, und den Fragen, was daran gut läuft, wo Probleme liegen, und wie Lösungen aussehen können.Abschließend steht die Frage im Fokus, wie Jugendbeteiligung im Vogelsbergkreis funktioniert. Ein wichtiger Bestandteil der Diskussion dazu stellt die Ende des vergangenen Jahres vom KJP durchgeführte Umfrage von Jugendlichen unter Jugendlichen dar, deren Auswertung nun vorliegt.Laut der KJP-Umfrage steht bei insgesamt fast 1000 Befragten, verteilt von der 5. bis 13. Klasse, der Wunsch nach mehr Mitbestimmung von Jugendlichen an hoher Stelle: Etwa 66 Prozent der Jugendlichen möchten bei Entscheidungen mehr gehört und mit eingebunden werden.Das zeige, heißt es in der Mitteilung des KJP, dass die Kommunalpolitik gemeinsam mit der Jugend des Vogelsbergkreises passende und funktionierende Lösungen finden muss, um einen zukunftsfähigen Vogelsbergkreis für alle Generationen zu ermöglichen. Diese Forderung findet sich auch im Paragraf 4c der Hessischen Städte- und Gemeindeordnung wieder, merkt das KJP an. Bei der Umfrage positiv hervorzuheben ist, dass die Grundlage dafür bereits besteht: Denn ein Großteil der Befragten gibt an, relativ zufrieden mit dem Leben im Vogelsbergkreis zu sein (56,2 Prozent). Das zeigt klar: Es muss nicht bei nullgestartet werden, sondern kann auf ein starkes Fundament aufgebaut werden, heißt es weiter.Ansatzpunkte dafür könnten der Ausbau und die Verbesserung des ÖPNV sein, wo insbesondere schlechte Verbindungen und Fahrpläne (52,3 Prozent) sowie die hohen Ticketpreise (25,6 Prozent) eine wichtige Rolle für Jugendliche spielen, zitiert das KJP die Befragungsergebnisse und kündigt an, sich im Kreistag fürVerbesserungen einsetzen zu wollen. „Daher würden wir uns darüber freuen, gemeinsam mit den Abgeordneten des Kreistages eine funktionierende und finanziell rentable Vergünstigung für Bus- und Bahntickets auf den Weg zu bringen, zum Beispiel bei Preissteigerungen im ÖPNV“, heißt es in der Mitteilung.Zudem könnten mehr Räumlichkeiten zum lockeren Treffen für Jugendliche geschaffen werden, was sich von einem Großteil der Jugendlichen (63,1 Prozent) gewünscht wird.„Zusammenfassend ist für uns außerdem wichtig festzuhalten, dass sowohl wir als Kreisjugendparlament als auch zurückhaltende Jugendliche bei jugendbezogenen Entscheidungen miteinbezogen werden. Dies lässt sich damit begründen, dass eine Demokratie nur legitim ist, wenn sie alle Bevölkerungsgruppen vertritt anstatt, dass ausschließlich wenige und sehr laute Stimmen den Diskurs bestimmen“, schreibt das KJP. Um über die Ergebnisse der Umfrage und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, laden die Parlamentarier des KJP alle Interessierten zur kommenden öffentlichen KJP-Sitzung am 22. Oktober, 16.30 Uhr, im Rathaus Lauterbach, Besprechungsraum 1, ein.
Posted by on 5. Oktober 2026.
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