Wenn Wunden heilen – So bleiben Narben unauffällig

Bewährt haben sich vor allem silikonhaltige Produkte, etwa Gele oder Pflaster. Sie halten die Narbe elastisch, sorgen für genügend Feuchtigkeit in der Haut und können Rötungen sowie Verhärtungen reduzieren.\“Silikonprodukte gelten heute als Goldstandard in der Narbenbehandlung\“, so Habighorst-Klemm.\“Sie sind gut verträglich und sowohl für frische als auch für ältere Narben geeignet.\“Auch rückfettende Pflegeprodukte und Öle wie beispielsweise Johanniskraut-Öl, unterstützen die Hautregeneration. Ergänzend kann eine regelmäßige Narbenmassage helfen, das gerötete, verhärtete Gewebe geschmeidig zu halten und Spannungsgefühle zu lindern. Dazu eignen sich weiche Zahnbürsten oder Narbenroller sehr gut, auch um die Wirkstoffe tief in die Haut zu reiben und diese weicher zu machen.
Entscheidend ist Geduld: Die Entwicklung einer Narbe dauert Monate, manchmal sogar bis zu zwei Jahre.\“Viele Menschen unterschätzen, wie lange eine Narbe braucht, um flacher und unauffälliger zu werden\“, betont die Apothekerin.
Ein oft unterschätzter Faktor ist der Schutz vernarbter Haut auch vor UV-Strahlung. Frische Narben reagieren besonders empfindlich auf Sonne und können sich dauerhaft dunkler verfärben.\“Ein hoher Sonnenschutz oder das konsequente Abdecken der Narbe ist mindestens im ersten Jahr sehr wichtig\“, sagt Habighorst-Klemm.\“Das gilt nicht nur im Sommerurlaub, sondern auch im Alltag.\“
Welche Narbenpflege im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Größe, Lage und Alter der Narbe sowie vom Hauttyp ab. Apotheken können hier ganz individuell beraten.\“Wir helfen Patientinnen und Patienten dabei, die passende Pflege auszuwählen und typische Fehler zu vermeiden\“, so Habighorst-Klemm.\“Denn gut gepflegte Narben sind oft deutlich weniger sichtbar.\“
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