Wenn\-s heißwird: So gelingt das Arbeiten im Sommer

Neben Hitzeschutz ist Flexibilität gefragt
Vor allem in Hitzewellen nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab. Menschen fühlen sich müde und sogar unwohl, ihre Motivation sinkt und die Fehler häufen sich – und in manchen Berufsfeldern, etwa im Baugewerbe oder in der Produktion, steigt dadurch sogar das Verletzungsrisiko. Unter diesen Bedingungen sind geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen besonders wichtig: Klimaanlagen in der Nähe von Produktionsanlagen oder Verdunkelungsmöglichkeiten in Büroräumen und ausreichender Sonnenschutz bei Arbeiten unter freiem Himmel zählen zu den grundlegenden Maßnahmen, die Arbeitgeber ergreifen können.
Darüber hinaus ist Flexibilität bei Arbeitszeiten und Arbeitsort im Sommer besonders sinnvoll. Mitarbeitende, die morgens früher beginnen oder abends länger arbeiten, können die kühleren Tagesstunden gezielt nutzen und die erschöpfende Mittagshitze meiden. Beim Arbeiten von zu Hause entfällt zudem der Pendelweg, der an heißen Tagen besonders belastend sein kann. Für Arbeitgeber zahlt sich diese Flexibilität doppelt aus: Sie schützt die Gesundheit der Beschäftigten und hält die Leistungsfähigkeit auch in Hitzephasen auf hohem Niveau.
\“Nicht zuletzt stärkt ein flexibles Angebot – insbesondere in den Sommermonaten – die Arbeitgeberattraktivität. Gerade in einem Arbeitsmarkt, in dem flexible Bedingungen für viele Fachkräfte ein zentrales Entscheidungskriterium sind, ist das ein echter Wettbewerbsvorteil\“, so Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland.
Fünf Tipps für das Arbeiten im Sommer
Was Arbeitgeber und Beschäftigte außerdem tun können, um gut durch den Sommer zu kommen:
– Mehr Homeoffice anbieten: Arbeitnehmende, die zu Hause arbeiten, sparen nicht nur den Pendelweg in der Hitze – sie können Pausen flexibler gestalten und die eigene Arbeitsumgebung gezielt abkühlen. Regelmäßiges Lüften, Rollläden und eine günstige Raumaufteilung helfen, die Temperaturen daheim erträglich zu halten und die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten.
– Hydration: Bei hohen Temperaturen benötigen Menschen mehr Flüssigkeit als sonst. Wichtig ist, regelmäßig zu trinken – auch wenn das eigene Durstempfinden gerade nicht so stark ist. Arbeitgeber können ihre Beschäftigten mit einem gezielten Getränkeangebot unterstützen und gekühlte Getränke im Büro bereitstellen.
– Regelmäßige Pausen – vor allem bei Arbeit im Freien: Ab etwa 30 Grad ist konzentriertes Arbeiten nur noch bedingt möglich, besonders bei Tätigkeiten im Freien. Festgelegte Pausenzeiten in regelmäßigen Abständen helfen, Überhitzung zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
– Gleitzeit: Mit Gleitzeit können Beschäftigte ihre Arbeitszeit innerhalb eines definierten Rahmens flexibel einteilen – auch auf täglicher Basis. Im Sommer bietet es sich an, anspruchsvolle Aufgaben in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu legen und die Mittagshitze bewusst zu entlasten.
– Aufgaben und Erwartungen anpassen: An extremen Hitzetagen ist es sinnvoll, besonders konzentrations- oder körperlich intensive Tätigkeiten in die kühleren Tagesstunden zu verlagern oder auf einen geeigneteren Zeitpunkt zu verschieben. Arbeitgeber können aktiv gegensteuern, indem sie realistische Tagesplanungen fördern, auf Meetings zur Mittagszeit verzichten und ihren Beschäftigten signalisieren, dass Gesundheit Vorrang hat. Das stärkt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Belegschaft, sondern auch das Vertrauen ins Unternehmen.
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