Vorhang auf für die Schwetzinger SWR Festspiele

Kunst, Lebendigkeit, Fantasie, Begegnung, Nähe, Austausch, gemeinsames Lauschen und ganz viel Neugier: Das bieten die Schwetzinger SWR Festspiele vom 24. April bis zum 23. Mai rund um das Schwetzinger Schloss und seinen zauberhaften Park. Hochkarätige Künstler:innen, darunter drei Residenzkünstler:innen und ein Residenzensemble,prägen ein Programm, in dem immer auch das Motto des Festivaljahrgangs anklingt: Haltung.
Vielfalt von Claudio Monteverdi bis Ingeborg Bachmann
Den weiten Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele stecken in der ersten Festspielwoche die beiden Musiktheater-Produktionen ab. Den Beginn macht zur Eröffnung am Freitag, 24. April um 19 Uhr eine Uraufführung:\“Malina\“ist eine Hommage zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Die Oper von Karola Obermüller und Peter Gilbert (Musik) sowie Tina Hartmann (Libretto) fußt auf Bachmanns gleichnamigem Roman. Regie führt Franziska Angerer, und in der Titelpartie ist der Countertenor Valer Sabadus zu erleben (zweite Vorstellung am Samstag, 25. April, 19 Uhr).
Für das szenische Kontrastprogramm sorgt eine der ersten Opern der Musikgeschichte, Claudio Monteverdis\“L Orfeo\“. Die Titelrolle verkörpert Julian Prégardien, ein umjubelter Dauergast in Schwetzingen. Jörg Halubek, einer der Schwetzinger Residenzkünstler:innen 2026, dirigiert sein Ensemble il Gusto Barocco.Das koproduzierendeNationaltheater Mannheim beendet mit dieser Produktion unter der Regie von Marcus Bothe seinen umjubelten Monteverdi-Zyklus (Samstag, 2. Mai, 19 Uhr, Sonntag, 3. Mai, 18 Uhr).
Residenzkünstler:innen in der ersten Woche
Für das Profil und für das Herz der Festspiele stehen zuallererst die Residenzkünstler:innen, die sich jeweils in mehreren Konzerten und bei der Musikvermittlung engagieren. So erarbeitet die Blockflötistin und Dirigentin Dorothee Oberlinger am Eröffnungswochenende erstmals gemeinsam mit Musiker:innen vor Ort Terry Rileys Kultstück\“In C\“(Samstag, 25. April, 17 Uhr) und widmet sich mit ihrem Ensemble 1700 den antiken Sirenen (Sonntag, 26. April, 19.30 Uhr). Gemeinsam mit dem Lautenisten Edin Karamazov gestaltet sie außerdem einen Duo-Abend über die vier – nein: fünf! – Jahreszeiten (Mittwoch, 29. April, 19.30 Uhr). Das Signum Quartett, eines der herausragenden Streichquartette der jüngeren Generation, demonstriert als Residenzensemble nicht nur mit Werken von Janácek, Schubert und Haydn die Breiteseines Repertoires, sondern auch seine Lust auf Unbekanntes und auf Grenzüberschreitungen. Davon zeugen ein Nachtkonzert (\“Rock Lounge\“) und die Teilnahme an einem\“Quartett-Marathon\“. Bei diesem ist auch das Viatores Quartet zu erleben, das zurzeit als\“SWR Kultur New Talent\“gefördert wird und hier sein Schwetzingen-Debüt feiert. Beide Ensembles sind zudem in mehreren Pop-Up-Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten der Stadt zu erleben.
Spiel mit dem Mythos und noch mehr Musiktheater
Um den Mythos von Orpheus und Eurydike geht es auch in weiteren Veranstaltungen. Die Cembalistin Elina Albach und ihr Ensemble Continuum machen Monteverdis\“L Orfeo\“zu einem reinen, hochkonzentrierten Instrumentalstück für Blockflöte, Zink, Gambe, E-Gitarre, Akkordeon, Orgel und Cembalo. Und in der\“Orchesterakademie\“des SWR Symphonieorchesters unter der Leitung von Fabio Biondi singt Julian Prégardien Arien aus Joseph Haydns Orpheus-Oper\“L anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice\“.
In völlig neuem Licht erscheinen mit\“CarMEN\“und\“Die Fledermaus\“Klassiker des Musiktheaters. Der Sopranist Maayan Licht, Schwetzinger Publikumsliebling von 2025, Musiker:innen des Club Classique und die Drag-TruppeQueens of Mannheim fordern in Bizets Opernhit Liebe für alle. Und in Johann Strauss berühmter\“Fledermaus\“-Operette kommt\“Haltung\“in der Fassung von Schauspieler Boris Aljinovic und des clair-obscur saxophonquartetts leichtfüßig und befreiend daher. Mit ebenso pointiertem Schwung bringt das European Union Baroque Orchestra unter der Leitung von Christophe Rousset u. a. Rameaus\“Pygmalion\“auf die Bühne.
Wiederkehrer und Preisträger:innen
Für weitere Höhepunkte des gut vierwöchigen Programms sorgen die Schauspielerinnen Corinna Harfouch und Rebecca Immanuel sowie der Sänger/Performer Hubert Wild. Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, stellt sich mit seinem Trio vor. Und der Lautenist Thomas Dunfordtritt mit dem Perkussionisten Keyvan Chemirani auf und gestaltet dann mit seinem Ensemble Jupiter und der Mezzosopranistin Lea Desandre zum Ende der Schwetzinger SWR Festspiele 2026 ein kleines Festival im Festival. In zwei Konzerten kann man aktuelle Preisträger:innen des ARD-Musikwettbewerbs kennenlernen. Der Cellist Lionel Martin, ehemaliges\“SWR Kultur New Talent\“, kehrt zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem SWR Experimentalstudio mit einer spannenden Uraufführung von Bushra El-Turk als Friedensapell nach Schwetzingen zurück. Und im Dom zu Speyer macht sich das SWR Vokalensemble unter Yuval Weinberg auf eine Pilgerreise durch Länder, Kulturen und Religionen.
Musikvermittlung und Austausch
Nach dem erfolgreichen Start 2025 bieten die Festspiele 2026 ein noch umfassenderes Angebot bei der Musikvermittlung mit vier Familienkonzerten, sechs\“Lauschrausch\“-Angeboten für Schulklassen im Schloss und vielfältigen\“Mittendrin\“-Projekten in Schulen.
Sämtliche Konzerte werden von SWR Kultur aufgezeichnet und live oder zeitversetzt aus dem Schwetzinger Schloss ausgestrahlt.
Gefördert werden die Festspiele vom Land Baden-Württemberg, vom Unternehmen Fuchs SE, den Stadtwerken Schwetzingen, dem Freundeskreis der Schwetzinger SWR Festspiele, der Rheinhessen Sparkasse sowie privaten Förderern wie der Familie Dres. Eva und Gregor M. Hess und Kooperationspartnern sowieerstmals für drei Jahre vom Sparkassenverband Baden-Württemberg.
Das vollständige Programm ist online verfügbar unter schwetzinger-swr-festspiele.de. Dort ist auch die umfangreiche Programmbroschüre als PDF zu finden, die zudem per Post erhältlich ist. Tickets sind beim SWR Ticketservice und an allen bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen erhältlich.
Ticket-Hoteline: 07221 300 100 (Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr)
Onlinebuchung: schwetzinger-swr-festspiele.de
Bestellungen per E-Mail: swrticketservice@swr.de
Weitere Informationen unter SWR.de/kommunikation (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/index.html)
Pressekontakt:
Otto Hagedorn, Tel.: 07221 929 24989, E-Mail: otto.hagedorn@swr.de
Pressematerial und Interviewanfragen: Stefan Stahnke – Worteüber Musik,
Tel.: 030 3478 1984, E-Mail: st@worteuebermusik.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto@SWR.de, ARD-foto.de
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